Deutscher Schul- und Sprachverein

Fünf Lehrer an der Förde-Schule verabschiedet

Fünf Lehrer an der Förde-Schule verabschiedet

Fünf Lehrer an der Förde-Schule verabschiedet

Gravenstein/Gråsten
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Die scheidenden Lehrkärfte (v. l.): Inka Thielmann, Thomas Thomsen, Marina Dechand, Hiltrud Koch und Diana Marx Foto: Sara Wasmund

An der Förde-Schule hat das Kollegium am letzten Schultag Abschied von fünf Lehrkräften genommen. Besondere Worte fand Volkmar Koch für Thomas Thomsen, der nach 19 Jahren in Pension ging.

„Alle mochten deine ruhige und freundliche Art. Man konnte sich auf dich verlassen. Du warst immer da, kaum krank und ein fester Teil des Kollegiums.“ Es kommt nicht oft vor, dass ein Schulleiter eine Lehrkraft nach knapp zwei Jahrzehnten an einer Schule verabschieden kann.

Volkmar Koch hielt am letzten Schultag der Förde-Schule eine Rede auf Thomas Thomsen, der nach 19 Jahren an der Institution und nach 39 Jahren im Dienst des Deutschen Schul- und Sprachvereins (DSSV) in Pension gegangen ist.

Seit 1981 beim DSSV

Seinen ersten Arbeitsvertrag beim DSSV unterschreib Thomas Thomsen im August 1981. Er begann als Lehrer an der Deutschen Schule Hadersleben, danach war er von 1984-87 an der Deutschen Schule Lügumkloster und von 1987 bis 2001 an der deutschen Schule in Hoyer.

Thomas Thomsen in seinem Element: im Werkraum der Förde-Schule Foto: Sara Wasmund

„Im Mai 2001 bekamst du von Claus Evermann das Angebot, an die Förde-Schule zu wechseln. Da du schon lange überlegt hattest, mit deiner Familie von der Westküste an die Ostküste umzuziehen, musstest du nicht lange überlegen und fingst dann als Lehrer am 1. August 2001 an der Förde-Schule an“, ließ Volkmar Koch die Laufbahn von Thomas Thomsen Revue passieren.

„Du hast diesen Schritt, glaube ich, auch nie bereut. Zu der Zeit waren ungefähr 80 Schüler an der Förde-Schule. Schulleiter war Claus Evermann, und zu dem Kollegium gehörten unter anderem Hiltrud Koch, Regina Kracht, Ute Backmann, Niels Westergaard und Angelika Beck.“

Thomas Thomsen war stets Klassenlehrer der Klassen 5 bis 7 und hat die Fächer Dänisch, Englisch, Geschichte, Werken und auch mal Sport unterrichtet.

Nach den ersten fünf Jahren von der Vorklasse bis zum 4. Schuljahr kam der Wechsel von der stets helfenden lieben Lehrerin zu einem Lehrer, der nicht immer gleich sofort seine Hilfe anbot, sondern die Schüler zu einer gewissen Selbstständigkeit erzog.

Volkmar Koch, Schulleiter
Thomas Thomsen hat 19 Jahre lang an der Förde-Schule gearbeitet. Foto: Sara Wasmund

„Nach den ersten fünf Jahren von der Vorklasse bis zum 4. Schuljahr kam der Wechsel von der stets helfenden lieben Lehrerin zu einem Lehrer, der nicht immer gleich sofort seine Hilfe anbot, sondern die Schüler zu einer gewissen Selbstständigkeit erzog. Du hattest dabei deine Prinzipien. Wenn die Schüler dich und deinen Humor kennengelernt und verstehen gelernt hatten, entwickelte sich aber stets ein gutes und freundschaftliches Miteinander“, so der Schulleiter, der am Freitag ebenfalls seinen letzten Schultag vor der Pension erlebte.

Das Werken als Steckenpferd

„Das Werken war und ist dein Steckenpferd, und nicht nur in diesem Bereich hast du dich immer fortgebildet. Das jährliche Treffen der Werklehrer und die Aktivitäten des Werklehrervereins waren dir immer wichtig. Du hast dich immer für die Förde-Schule engagiert, dich mit der Schule identifiziert und die positive Entwicklung der Schule über die vielen Jahre mitgetragen.“

Als Geschenk erhielt der scheidende Lehrer ein spezielles Drechseleisen mit einem Stück Holz dazu.

Segeln, Spanisch lernen und Drechseln

Thomas Thomsen geht mit 64 Jahren in Rente. „Ich hatte meine Klassen immer drei Jahre lang und habe gerade meine 7. Klasse abgegeben. Es war also ein guter Zeitpunkt“, sagt Thomsen.

„Und man muss auch sagen: Lehrer sein ist schön – aber auch anstrengend. Und ich will ja auch gesund bleiben und noch was machen“, sagt Thomsen, während er in seinem Werkraum aufräumt. Was machen – das bedeutet im Fall von Thomas Thomsen reisen, drechseln, segeln, weiter Spanisch lernen und den Garten im Gravensteiner Zuhause pflegen und genießen.

Seit zehn Jahren lebt Thomas Thomsen mit seiner Frau in Gravenstein, „seitdem konnte ich immer mit dem Rad zur Arbeit fahren, das war ein großes Stück Lebensqualität“, so der nun bald pensionierte Lehrer.

Die scheidenden Lehrkärfte (v. l.): Inka Thielmann, Thomas Thomsen, Marina Dechand, Hiltrud Koch und Diana Marx Foto: Sara Wasmund


Insgesamt sind an der Förde-Schule fünf Mitarbeiter verabschiedet worden: Inka Thielmann nach elf Jahren (Personaleinsparung), Marina Dechand nach fünf Jahren (Studium), Diana Marx (Sabattical) und Hiltrud Koch, die als pensionierte Lehrkraft nach 33 Jahren an der Schule zuletzt als Vikarin mitgearbeitet hat.

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