Ortsentwicklung

Das Auenland kann groß weiterplanen

Das Auenland kann groß weiterplanen

Das Auenland kann groß weiterplanen

Bülderup/Bylderup
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Fürs Auenland im Großraum Bülderup ist ein übergeordnetes Entwicklungsprogramm zusammengestellt worden. Foto: Aabenraa Kommune

Für die Entwicklung im Raum Bülderup, Renz und Jündewatt sieht der Wachstumsausschuss der Kommune Apenrade Mittel in Höhe von 8 Millionen Kronen vor.

Jeder kocht sein eigenes Süppchen. Dieses Vorgehen gehört in Bülderup, Renz (Rens), Jündewatt (Jyndevad) und Umgebung längst der Vergangenheit an.

2017 forcierten die Bürgervereine Renz und Bülderup-Bau (Bylderup-Bov) eine Kooperation.

Man steckte die Köpfe zusammen und begann, konkret zu planen, wie man nicht den einzelnen Ort, sondern das gesamte Einzugsgebiet westlich von Tingleff mit vereinten Kräften weiterbringen kann.

In Zusammenarbeit mit der Kommune fanden erste Bürgerversammlungen und Workshops statt, um Eckpunkte für einen Entwicklungsplan für das Auenland (Åland) zu erarbeiten. So wird das Gebiet mittlerweile als Einheit bezeichnet.

Die Planung der Dorfentwicklung in Bülderup und Umgebung ist schon vor Jahren eingeläutet worden. Foto: Privat (Archiv)

Bei den Planungen kann der Lenkungsausschuss der Ortsvereine auf finanzielle Förderung bauen.

Der Wachstumsausschuss stimmte auf seiner jüngsten Sitzung zu, dem Vorhaben insgesamt 8 Millionen Kronen zur Verfügung zu stellen.

Ein Großteil, rund 80 Prozent, hofft der Ausschuss aus dem staatlichen Fördertopf für Ortsentwicklung zurückzubekommen.

Lob von den Politikern

Philip Tietje (V), Vorsitzender des Wachstumsausschusses, und sein Stellvertreter Erik Uldall Hansen (Soz.) äußerten sich nach der Sitzung sehr positiv über die Bemühungen und den Zusammenhalt im Auenland.

„Das Projekt ragt heraus, weil sich gleich mehrere Ortschaften zusammengetan haben. Das ist dort eine große Stärke“, sagte Uldall.

Obwohl das Vorhaben wegen Corona in Verzug kam, konnten weitere Ergebnisse erzielt werden, so das Lob von Uldall an die lokalen Kräfte.

Die Gelder sind auf den vierjährigen Entwicklungszeitraum 2021 bis 2024 verteilt worden.

Laut Berechnung der Kommune werden 2,628 Millionen Kronen eigene Mittel und 5,372 Millionen Kronen staatliche Mittel in die Entwicklung gesteckt, bei der sich die Verwaltung in enger Zusammenarbeit mit örtlichen Arbeitsgruppen auf bestimmte Kernbereiche konzentrieren wird.

Großes Gebiet

Übergeordnetes Ziel ist es, die Ortschaften enger miteinander zu verflechten.

Mit einer Gesamtfläche von 116 Quadratkilometern ist das Auenland 11,5-mal größer als Apenrade.

Das Projekt ragt heraus, weil sich gleich mehrere Ortschaften zusammengetan haben. Das ist dort eine große Stärke.

Erik Uldall Hansen

Im Mittelpunkt der Entwicklung stehen unter anderem Landschafts- und Kulturerlebnisse, Aktivitätsangebote, Verbindungen von Ort zu Ort, gute Vernetzung des Vereinswesens und gute Bedingungen für Handel und Gewerbe.

Als Teil des Gesamtvolumens wird ein Initiativtopf mit einer Million Kronen eingerichtet, der auf unkomplizierte Weise örtliche Sonderprojekte und innovative Ideen unterstützen soll, die zur Entwicklung beitragen.

Wenn der übergeordnete Entwicklungsplan samt Finanzierung endgültig politisch abgesegnet ist, wird laut Zeitplan im Mai ein weiteres Planungstreffen mit dem örtlichen Lenkungsausschuss stattfinden, ehe die Auenland-Entwicklung im Mai/Juni dann allen Bürgern nähergebracht werden soll.

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