Gestaltung der Innenstadt

Attraktiv anmutender Vorschlag

Attraktiv anmutender Vorschlag

Attraktiv anmutender Vorschlag

Tondern/Tønder
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Eine kreisförmige schwebende Brücke im Skulpturenpark schien durchweg den ästhetischen Geschmack der anwesenden Bürger zu treffen. Foto: EFFEKT Arkitekter

Effekt Arkitekter aus Kopenhagen setzte sich bei der Gestaltung der Tonderner Innenstadt gegen zwei Mitstreiter durch.

Nun steht es fest, wer die Striche zeichnen soll, um den öffentlichen Raum in Tonderns Stadtkern aufzuwerten und die Wiedaustadt für die Klimaanpassungen fit zu machen. In der Endausscheidung waren die Unternehmen Adept, Effekt und Rambøll. Dabei setzte sich das Team von Effekt Arkitekter aus Kopenhagen durch, das gestern von Bürgermeister Henrik Frandsen (V) im Rathaus als strahlender Gewinner präsentiert wurde.

Hauptunternehmer Effekt hat sich mit Envidan für den nassen Teil des Projekts verbündet, und auch Trafikplan und Jørgen Overbys Tegnestue sind Zusammenarbeitspartner.
Erster Einsatzbereich wird der Skulpturenpark (Landrats-Garten) mitsamt dem Bereich vor Hostrups Hotel sein, wo sich auf der ganzen Strecke entlang des Mühlenteichs eine Holzbrücke entlangziehen wird. Blickfang bildet dabei eine kreisförmige Schwebebrücke aus Holz im Park.

„Wir sind sehr stolz, dass wir gemeinsam mit euch das visionäre Projekt realisieren dürfen. Tondern hat auch aus der Zeit als Hafenstadt eine spannende Geschichte, und das Kulturerbe lebt durch ein Füllhorn an schönen Gebäuden“, erklärte Architekt und Partner von Effekt, Tue Foged. Der erste Teil mit dem Skulpturengarten müsse bis zum Besuch der Königin im Sommer 2020 fertig sein.

Innenstadtbewohner Flemming Hansen (vorne links mit Mikro) wollte wissen, wo die unterirdischen Müllbunker platziert werden sollen. Die diesbezügliche Entscheidung steht noch aus. Foto: Elise Rahbek

Architekt begeistert

Der Architekt zeigte sich auch von den vielen grünen Zonen in Tondern begeistert, die künftig auf den Querachsen besser zusammengebunden werden sollen. Bei der Gestaltung des Umfelds des Laurentius Stroms soll die Jugend und auch Kinder miteinbezogen werden. Er betonte, dass bei der angestrebten Neugestaltung der Schiffbrücke, wo es auch Wasser geben wird, nicht an der Anzahl der Parkplätze gerüttelt wird. Es ist jedoch der Abbruch des Imbissstands angedacht, der dort umziehen und in neuer Form entstehen soll.

Das Projekt zur Aufwertung des Stadtkerns, kombiniert mit Verbesserung der Entwässerung als Vorkehrung gegen Herausforderungen des Klimawandels, wie erhöhte Niederschlagsmengen und steigenden Meeresspiegel, wurde bereits 2017 angekurbelt. Das Vorhaben ist eines der sechs Standbeine der Tonderner Marsch Initiative. Praktisch soll es Anfang 2020 mit dem Skulpturenpark losgehen.

Der Vorschlag für die Gestaltung der Schiffbrücke sieht einen neuen Standort für den Imbiss vor. Foto: EFFEKT Arkitekter

Danach folgen das Gråbrødre-Viertel, die Schiffbrücke und die „Aktivitätsstrecke“ entlang des Laurentius Stroms. Während beschlossen ist, dass die unterirdischen Müllbehälter am Gråbrødre-Torv verschwinden, steht noch nicht fest, wo sie hinziehen sollen. Auf dem dortigen kleine Markt ist eine kleine Fontäne geplant, und das Regenwasser soll sichtbar in einer Rinne entlanglaufen. „Dort gibt es ein Riesenpotenzial, das nicht genutzt wird“, so Foged.

Der kommunale Fachbereichsleiter Lars-Erik Skydsbjerg erläuterte, dass die Ideenvorlage noch bearbeitet werden muss. Anrainer und Nachbarn haben weiterhin die Möglichkeit, sich mit guten Ideen einzubringen. „Damit können wir Inputs für die Optimierung des endgültigen Designs erhalten“, so Skydsbjerg. Für die Umsetzung, die bis Ende 2021 bewerkstelligt werden soll, stehen im Rahmen der Tonderner Marsch Initiative 56 Millionen kommunale Kronen zur Verfügung. Die Versorgungsgesellschaft Tønder

Forsyning bringt sich mit einem entsprechenden Batzen ein.
Ein Preisrichterkomitee hatte den Sieger gekürt, und diese Wahl stieß im zuständigen Ausschuss aus Bürgern und Politikern auf volle Rückendeckung.

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