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Bahnunfall in Tondern: Polizei legt sich vorläufig fest

Bahnunfall in Tondern: Polizei legt sich vorläufig fest

Bahnunfall in Tondern: Polizei legt sich vorläufig fest

Tondern/Tønder
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Am schwarzen Opel des 55-Jährigen entstand Totalschaden. Foto: Volker Heesch

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Warum ein 55-jähriger Autofahrer am Montagmorgen nicht die Geschwindigkeit senkte und in die heruntergelassenen Bahnschranken fuhr und dabei von hinten vom Arriva-Zug gerammt wurde, ist noch nicht eindeutig geklärt worden. Die Polizei spricht von unglaublichem Glück.

Es steht noch nicht endgültig fest, warum es am Montagmorgen kurz nach 7 Uhr beim Bahnübergang am Nordre Landevej in Tondern zum Unfall zwischen zwei Autos und dem Arriva-Zug kam.

Die Polizei legt sich aber vorläufig darauf fest, dass die Schranken unten waren. Dies hätten Augenzeugen berichtet, so Polizeisprecher Chris Thorning Vesterdal am Dienstagmorgen.

Der Mitarbeiter der Havariekommission Bo Haaning hatte am Montag gegenüber dem „Nordschleswiger“ erklärt, dass einige Zeugen gesehen haben wollen, dass die Schranken unten waren. Andere behaupteten das Gegenteil.

Man könne jedoch sagen, dass die Beteiligten unwahrscheinliches Glück gehabt hätten. Hätte der Zug das Auto eines 55-jährigen Autofahrers aus dem Nahbereich vorne getroffen, hätte es nicht gut ausgesehen, erklärt der Polizeisprecher weiter.

Der 55-Jährige, der zur Sicherheit ins Apenrader Krankenhaus gefahren wurde, ist noch nicht gründlich vernommen worden. Daher kann der Grund seines Tuns noch nicht festgestellt werden.

Chris Thorning Vesterdal, Polizeisprecher

Der schwarze Opel des Mannes wurde von hinten vom Zug erwischt. Er soll mit unverminderter Geschwindigkeit aus westlicher Richtung kommend an den gesicherten Bahnübergang herangefahren sein und die Schranke durchbrochen haben. Auf den Gleisen kam es dann zum Unfall. „Der 55-Jährige, der zur Sicherheit ins Apenrader Krankenhaus gefahren wurde, ist noch nicht gründlich vernommen worden. Daher kennen wir noch nicht den Grund seines Tuns", berichtet Chris Thorning Vesterdal weiter. Der Pkw-Fahrer habe sich auch einem Alkohol- und Drogentest unterziehen müssen. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Psychologische Hilfe angeboten

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Opel gegen ein in der entgegengesetzten Fahrtrichtung wartendes Dienstfahrzeug der Heimhilfe geschleudert. Die 59-jährige Heimhelferin aus dem Nahbereich blieb fast unverletzt. Auch sie sei nur kurz zum Unfallhergang befragt worden. Den acht Fahrgästen im Zuge, die keinerlei Verletzungen davongetragen hätten, sei psychologische Hilfe angeboten worden, so Thorning Vesterdahl. Sie wurden nach dem Unfall von einem Bus abgeholt.

Die Polizei, die Feuerwehr, die Havariekommission und Mitarbeiter der Bahngesellschaft „Bane Danmark“ waren zahlreich am Unfallort vertreten. Foto: Volker Heesch

„Es wartet noch unwahrscheinlich viel Arbeit, um die Ursache des Unfalls endgültig zu klären. Dazu werden auch die Havariekommission und ein Pkw-Sachverständiger beitragen müssen. Es werden noch viele Untersuchungen vorgenommen werden, um zu einem endgültigen Ergebnis kommen zu können. Dies ist zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh“, unterstreicht der Polizeisprecher.

Eines könne man aber sagen: „Der Unfall hätte böse enden können, besonders für den 55-Jährigen. Daher können wir froh sein, dass nicht Schlimmeres passierte“, meint Chris Thorning Vesterdal.

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