Tondern

Jugendherberge und Campingplatz zu verkaufen

Jugendherberge und Campingplatz zu verkaufen

Jugendherberge und Campingplatz zu verkaufen

Tondern/Tønder
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Campingplatz Tondern
Das ist die Anlaufstelle für Gäste von Campingplatz und Jugendherberge. Foto: Brigitta Lassen

Die Kommune Tondern will sich von beidem trennen. Der Mindestpreis liegt bei 6,5 Millionen Kronen – und Tondernhallen erfreuen die Pläne nicht.

Die Kommune will den Tonderner Campingplatz mit Jugendherberge verkaufen. Es wird ein Mindestpreis von 6,5 Millionen Kronen erhoben, und Bürgermeister Henrik Frandsen (Venstre) sieht gute Chancen, „diese beiden Objekte in erstklassiger Lage zu veräußern“.

Keinen Erfolg hatte die Kommune Tondern, als sie vor zwei Jahren den Campingplatz in Lakolk auf Röm für 35 Millionen Kronen zum Kauf anbot. Kein einziger Interessent meldete sich, dafür aber die schwedische Ferienkette First Camp als Mieter.

„Wir haben auch den Verkauf des Tonderner Campingplatzes länger diskutiert, und dieser ist auch Bestandteil der Haushaltsabsprache. Nun gehen wir das Projekt an, das auch den Tondernhallen zugutekommen wird. Kommt auf dem Campingplatz und bei der Jugendherberge privates Kapital ins Spiel, gibt es Investitionen, die auch den Sportanlagen zugutekommen werden“, meint er. Als Musterbeispiel nennt er das kommunale Freizeitcenter in Scherrebek, wo Privatleute die Ferienhütten gebaut und finanziert haben. Der Stadtrat wird auf der morgigen Sitzung die Weichen für einen Verkauf stellen. Danach werden die Immobilien öffentlich zum Kauf angeboten.

Keine Begeisterung löst der Plan beim Vorsitzenden des Freizeitzentrums aus, das bislang für den Betrieb des Campingplatzes und der Jugendherberge verantwortlich war – und damit auch die Einnahmen einstrich. Vorsitzender Jørn Skov versichert, dass der geplante Verkauf bestimmt nicht auf dem Mist des Vorstandes gewachsen sei. „Wir verdienen unser Geld nicht mit der Vermietung der Sporthallen. Besonders die Jugendherberge hat uns gute Einnahmen gebracht. Für beide Teile wird in diesem Jahr erstmals mit einem Gewinn gerechnet. Künftig werden wir auf die kommunalen Gelder angewiesen sein, und die Finanzlage der Kommune ist knapp bemessen. Entwicklungsmöglichkeiten sehe ich bestimmt nicht“, versichert Skov.

„Die Kommune müsste im Falle eines Verkaufs eine relative hohe Abschreibungssumme an uns auszahlen“, gibt er weiter zu bedenken. Er sehe den Verkauf eher als Problem als einen Vorteil.

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