Bezirksmitgliederversammlung

SP in Tondern strebt Visionsgruppe an

SP in Tondern strebt Visionsgruppe an

SP in Tondern strebt Visionsgruppe an

Monika Thomsen
Monika Thomsen Journalistin
Tondern/Tønder
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Die SP-Fraktionsrunden finden jeweils vor den Ökonomieausschuss-Sitzungen statt. Foto: Archivfoto Heesch

Der Kommunalvorsitzende Christian Andresen meint, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit derzeit nicht hoch genug priorisiert sei.

Vom Vorstoß der Schleswigschen Partei, eine Visionsgruppe zu bilden, berichtete der kommunale Parteivorsitzende Christian Andresen auf der Bezirksmitgliederversammlung in Tondern. „Die Aufgabe der Gruppe wird es sein, unsere Politiker mit guten Ideen und Tendenzen aus der Bevölkerung zu füttern, um damit ein gutes Gefühl für die Sorgen und Wünsche der Bürger zu schaffen“, so Andresen. Er ließ im Schützenhaus das Jahr eins nach der Kommunalwahl Revue passieren. Das Wahlergebnis bedeutete, dass die SP die Kommunalratsarbeit mit einem Mitglied weniger als in der Vorperiode aufnehmen musste.

„Auch die Konstituierung wurde keine Erfolgsgeschichte für die SP. Wahrscheinlich auch, weil wir den Bürgermeister während des Wahlkampfes wegen seiner Rolle im Museumsstreit recht hart angegangen sind“, so Andresen. Er ging auf den Verlust des Vorsitzes im Kultur- und Freizeitausschuss für Jørgen Popp Petersen ein. „Obwohl von vielen Seiten Bedauern darüber geäußert wurde, dass er seine gute Arbeit aus der vorherigen Wahlperiode nicht fortsetzen konnte.“

Sitz im Ausschuss für Landbereiche ist wichtig

„Im Ökonomieausschuss gibt es nicht die gleichen Möglichkeiten, sich nach außen zu profilieren, stattdessen ist man jedoch etwas dichter am Gesamtgeschehen in der Kommune“, meinte Andresen zu Popps Sitz in diesem Gremium. Wichtig sei sein Sitz im Ausschuss für Landbereiche, da dieser für die ländliche Entwicklung zuständig sei. „Eine ganz besondere Aufgabe wurde ihm dann noch im Laufe des vergangenen Jahres zuteil, als er vom Kommunalrat zum Leiter der politischen Lenkungsgruppe des Zeppelinmuseums gewählt wurde. Eine Aufgabe, die doch einiges an Gewicht hat, da es ein Projekt in zweistelliger Millionengröße werden soll“, so Andresen im Kreis der 15 Teilnehmer.

Louise Thomsen Terp hatte wieder die von ihr gewünschte Position im Kinder- und Schulausschuss erhalten. „Gleichzeitig wurde sie aus diesem Ausschuss in den Bauausschuss für eine neue Schule in Scherrebek geschickt. Eine große und wichtige Aufgabe, die sie mit Bravour meistert. Keine leichte Aufgabe, insbesondere, wenn die vorhandenen Mittel nicht den ursprünglich gestellten Wünschen und Hoffnungen der Bürger in Scherrebek entsprechen“, so Andresen bezüglich der Verteuerung um saftige 20 Prozent bei den Baukosten.

Gute Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit im Stadtrat mit den anderen kleinen Parteien, hauptsächlich der Mitte, klappe gut, und auch mit den Sozialdemokraten gebe es öfters gemeinsame Haltungen bei tagesaktuellen Problemen. Als wichtige Aufgaben für die SP nannte Andresen die konstant rückläufige bevölkerungsmäßige Entwicklung und eine gemeinsame Energiepolitik mit den anderen drei nordschleswigschen Kommunen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. „Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit scheint zurzeit gar keine Priorität zu haben und scheint eingeschlafen zu sein. Da müssen wir noch etwas mehr anschieben“, sagte der Parteivorsitzende, der die große Veranstaltung auf dem Markt in Tondern für 2020 erwähnte, die Minderheitenvertreter gemeinsam mit Partnern aus Nordfriesland planen.

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