Luftschiffe

Zeppelin-Plan wird den Politikern vorgelegt

Zeppelin-Plan wird den Politikern vorgelegt

Zeppelin-Plan wird den Politikern vorgelegt

Tondern/Tønder
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Im Hangar steht noch das Flugzeug, das für den Film „I Krig og Kærlighed“ gebaut wurde. Foto: Archivfoto: Elise Rahbek

Mit der Vorlage der vorläufigen Projektbeschreibung geht das Projekt „Zeppelin Tønder“ in die nächste Phase.

Was draußen im Soldaterskoven beim früheren Flugzeughangar der einstigen Zeppelinbase aus dem Ersten Weltkrieg bei Tondern geschehen soll, wird jetzt in einer vorläufigen Projektbeschreibung verraten. Der Planentwurf für das gewünschte Erlebnis- und Vermittlungscenter wird dem Ökonomieausschuss am Donnerstag, 23. Januar, vorgelegt. Am 30. Januar liegt er auf dem Tisch des Stadtrats.

SP-Politiker ist Vorsitzender

„Ich gehe stark davon aus, dass meine Kollegen im Stadtrat die Beschreibung gutheißen werden. Danach folgt eine genauere Definierung der Pläne und das Einreichen von Anträgen an Stiftungen, die zur Finanzierung beitragen sollen“, erklärt Jørgen Popp Petersen. Das Stadtratsmitglied der Schleswigschen Partei ist Vorsitzender des politischen Lenkungsausschusses für das ambitiöse Projekt, das für die Kommune einen Leuchtturm-Status einnimmt.

Nicht nur Krieg

Die Kommune stellte zum 1. August vergangenen Jahres Jacob Funder als Projektkoordinator ein. Der Ausschuss und Funder sind sich einig, dass der Besucher nicht ausschließlich über den deutschen Luftschiffstützpunkt informiert werden soll. Das Projekt sei breiter ausgelegt, damit eine größere Zielgruppe angesprochen werden könne, meinen sie beide. Auch die Volksabstimmung 1920, die friedliche Koexistenz im Grenzland, die Sicherungsstelle Nord und mehr sollten Teil der Stätte werden.

Geld von Zeitung und Folketing

Die Stiftung der Zeitung „Jyllands-Posten“ hat eine Million Kronen zur Verfügung gestellt. „Diese Stiftung hat bislang nur die Gründung des Aros-Museums in Århus gefördert", so Petersen. Das Tirpitz-Museum bei Blåvand sei größtenteils auch über Fondsmittel finanziert worden. Nur durch die Änderung der Pläne musste die Kommune Varde zur Finanzierung beitragen. Sonst hätte sie dieses Projekt fast überhaupt nichts gekostet“, erläutert der SP-Politiker.

Der Stadtrat in Tondern hatte für die Startphase eine Million Kronen bewilligt. Auch das Folketing hatte 2018 das Vorhaben im Staatshaushalt verankert und bezahlte drei Millionen Kronen für ein dringend notwendiges neues Dach und eine neue Fassaden-Verkleidung für den Hangar.

Aufmerksamkeit gewann das historische Gebäude auch, als dort die Schlussszene für den dänischen Kinofilm „I Krig og kærlighed“ gedreht wurde.

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