Innovation

Der Robotor zum Desinfizieren der Hände

Der Robotor zum Desinfizieren der Hände

Der Robotor zum Desinfizieren der Hände

Julia Röhr
Odense
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Eine erste Zeichnung, wie der Roboter aussehen könnte. Foto: Interreg

Ein neues EU-Projekt von dänischen und deutschen Gesundheitsforscherinnen und Gesundheitsforschern entwickelt einen Robotor, der sich um die Handdesinfektion der Bürgerinnen und Bürger kümmern soll. Der erste Prototyp wird für 2021 erwartet.

Die globale Corona-Pandemie hat den Menschen gezeigt, wie wichtig es ist, sich regelmäßig die Hände zu desinfizieren. Mit diesem Thema beschäftigen sich nun auch die Fachhochschule Kiel und die Universität zu Lübeck zusammen mit weiteren Akteurinnen und Akteuren aus Dänemark und Deutschland. Das geschieht im Rahmen des neuen EU-Projekts: „Hand Disinfection Robot – HanDiRob“. Dies geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Eine erste Zeichnung, wie der Roboter aussehen könnte. Foto: Interreg

Der Roboter kann sprechen, mit Personen interagieren und bietet Handdesinfektionsmittel sowie Schutzmasken an. Dazu ist er mobil und kann im öffentlichen Raum die Handhygiene fördern. Der Roboter besteht aus zwei Teilen. Basis ist ein stationärer Ständer mit einem Spender mit Händedesinfektionsmittel und eingebautem Videobildschirm zur Erklärung. Der zweite Teil des Roboters besteht aus einer mobilen Einheit, die aus dem stationären Ständer einen selbst fahrenden Roboter macht. Ein Design wurde noch nicht festgelegt.

„Selbstverständlich möchten wir mit unserem selbst fahrenden und interagierenden Roboter niemanden erschrecken. Der Roboter kündigt daher seine Ankunft an und ist immer sehr höflich. Er wird in keiner Weise aufdringlich wirken, während er Personen dazu auffordert und motiviert, ihre Hände zu desinfizieren und sie dabei anleitet.“

Oskar Palinko, Projektleiter und Assistant Professor an der Süddänischen Universität in Odense

Die beteiligten Akteure werden die Funktionalität, das Verhalten und das Erscheinungsbild des Roboters während des Projekts entwickeln und testen. Dafür werden Testroboter an den Universitätskliniken Lübeck (D) und Odense (DK) zum Einsatz kommen. Die Forscherinnen und Forscher werden Gespräche mit den Personen vor Ort führen, um Akzeptanz und Nutzen der mobilen und sprechenden Roboter konkret zu messen.

Die Fachhochschule Kiel bringt ihre Expertise im Bereich Benutzerfläche und Anwendbarkeit ein, die Universität zu Lübeck trägt mit ihrem Wissen zur Medizintechnik und Evaluierung bei, während der dänische Partner von der Süddänischen Universität (Maersk Mc-Kinney Møller Instituttet) primär mit der Expertise aus dem Bereich Robotertechnologie und der Mensch-Roboter-Interaktion zum Projekt beiträgt. Für die Durchführung erhalten die Projektpartner Fördermittel aus dem EU-Förderprogramm „Interreg Deutschland-Danmark“ (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung).

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