Ferienprogramm

Zurück ins Jahr 1864

Zurück ins Jahr 1864

Zurück ins Jahr 1864

Annika Zepke
Düppel/Dybbøl
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In der Rekrutenschule lernen die Kinder marschieren
In der Rekrutenschule lernen die kleinen Besucher, wie ein preußischer Soldat zu marschieren. Foto: Karin Riggelsen

Einen Tag lang leben wie ein Soldat im Jahre 1864 – das können die kleinen (und großen) Besucher des Geschichtszentrums Dybbøl Banke in dieser Herbstferienwoche.

Morsezeichen verschicken, einen Brief mit Federhalter & Tinte schreiben, Pfannkuchen über dem offenen Feuer backen, mit Schillingen bezahlen und wie ein preußischer Soldat mit Gewehr marschieren – das alles und noch viel mehr konnten insbesondere die kleinen Besucher des Geschichtszentrums Dybbøl Banke in dieser Woche selbst ausprobieren.

Ganz anschaulich wurde den Kindern gezeigt, wie preußische Soldaten 1864 in Dänemark gelebt haben. Auch zum Mitmachen gab es viel Gelegenheit: Bei der Rekrutenschule wurden die Kinder zuerst einem genauen „Gesundheitscheck“ unterzogen, bevor sie dann das Marschieren gezeigt bekamen.

Frauenmode der 1860er Jahre
Bei der Modenschau lernen die Besucher, dass die Kleidung der Bauersfrauen in den 1860er Jahren vor allem praktisch sein musste. Foto: Karin Riggelsen

Aber auch die Frauen kamen nicht zu kurz. Bei einer Modenschau wurde den Besuchern die Frauenkleidung der 1860er Jahre vorgeführt und dabei betont: Die Bauersfrauen hatten zwar andere Aufgaben als die Männer, leisteten aber dennoch so viel wie zwei Männer zusammen. Die Kleidung der Bauersfrauen musste daher vor allem eines sein: praktisch.

Klara aus Slagelse am Schreibtelegrafen
Klara und Linus aus Slagelse dürfen den Schreibtelegrafen ausprobieren. Foto: Karin Riggelsen

Auch sonst gab es viel zum Ausprobieren. Klara und Linus aus Slagelse waren mit ihren Großeltern zu Besuch und wollten es sich nicht nehmen lassen, Nachrichten wie im Jahr 1864 zu verschicken. Nachdem ihnen eine Museumsmitarbeiterin gezeigt hatte, wie das Morsen an einem Schreibtelegrafen funktioniert, stellte Klara überrascht fest: „Das war gar nicht so schwer, und es hat richtig Spaß gemacht.“

Pfannkuchen über dem offenen Feuer
Über dem offenen Feuer können die Besucher des Geschichtszentrums Pfannkuchen selbest backen. Foto: Karin Riggelsen

Bei den kleinen Besuchern kam eine Sache besonders gut an: Pfannkuchen über dem offenen Feuer selbst backen. Für Jonas, Sebastian und Christian aus Tingleff sei das das Wichtigste an ihrem Besuch gewesen, erzählt ihre Mutter mit einem Schmunzeln.

Dass das Programm für die Herbstferienwoche bei den Kindern so gut ankommt, ist keine Überraschung. Schließlich hat das Geschichtszentrum viel Erfahrung mit jungen Besuchern. „Um die 15.000 Schüler aus ganz Dänemark kommen jedes Jahr nach Düppel, um etwas über den Krieg zwischen Preußen und Dänemark im Jahr 1864 zu lernen“, berichtet Museumsleiter Bjørn Østergaard.

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