Eishockey

NHL-Rakete hat noch nicht gezündet

NHL-Rakete hat noch nicht gezündet

NHL-Rakete hat noch nicht gezündet

Timo Fleth
Timo Fleth Volontär
Woyens/Vojens
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SønderjyskE-Trainer Dan Ceman war mit dem ersten Auftritt von Patrick Dwyer zufrieden. Foto: Karin Riggelsen

Der neue SønderjyskE-Eishockeyspieler Patrick Dwyer hatte schwere Arbeitsbedingungen bei seinem Debüt gegen Herning.

Die Strahlkraft des Neuzuganges mit der NHL geprägten Vita der SønderjyskE-Eishockeyspieler Patrick Dwyer hätte im Vorwege alleine dazu ausgereicht, um die Arena in Woyens erstrahlen zu lassen. Bei seinem ersten Auftritt für die Hellblauen enttäuschte Dwyer bei der 1:8-Lehrstunde gegen den Tabellenführer aus Herning nicht. Allerdings hatte der Neuling in einer insgesamt schwach aufspielenden Heimmannschaft auch sehr schwere Arbeitsbedingungen.

Wenngleich das Können gerade im Zusammenspiel mit Thomas Spelling momentweise aufblitzte. Doch als alleiniger Heilsbringer sieht sich Patrick Dwyer ohnehin nicht.

„Ich habe fast acht Monate nicht mehr gespielt und muss mich an die Liga gewöhnen. Ich muss lernen, wie viel Zeit ich habe und wie ich meine Mitspieler finde. Im Laufe des Spiels wurde es schon besser und braucht einfach noch etwas Zeit. Das ist ein Prozess. Ein Spieler alleine kann nicht die Welt retten. Im Eishockey gewinnt die Mannschaft. Wenn die Verletzten wieder zurück sind, werden wir als Mannschaft auch stark dastehen und gegen jedes Team der Liga mithalten können“, so Dwyer beschwichtigend.

Auch SønderjyskE-Trainer Dan Ceman konnte, ob des insgesamt schwachen Auftritts der Hellblauen der Leistung vom Neuzugang positives abgewinnen.

„Patrick hat schlau auf dem Eis gespielt und einige Möglichkeiten kreiert. Man konnte sehen, dass er ein Klassespieler ist. Ihm fehlt derzeit noch etwas im Timing und Spiel-Fitness. Er hat definitiv sehr gut im Sommer gearbeitet und ist in guter physischer Form, aber nichts kann die Spiele ersetzen“, so Ceman, der mit einer noch stärkeren Ausgabe des Amerikaners im Verlauf der kommenden Spiele rechnet.

Das Niveau hat den 34-Jährigen in der dänischen Liga hingegen nicht überrascht.

„Mittlerweile gibt es in fast allen guten Ligen Spieler die gut Schlittschuhlaufen können und viel Talent mitbringen. Da hat Dänemark jetzt keine Ausnahme gebildet“, so Patrick Dwyer.

Dass die Erwartungshaltung ob seiner Meriten groß sind, stört den 34-Jährigen dabei nicht.

„Wenn du als Ausländer geholt wirst, ist der Anspruch immer groß. Es gibt sicherlich einige die von mir vier oder fünf Tore im Spiel erwarten, aber es gibt auch die realistischeren. Ich hatte ein ordentliches erstes Spiel, werde aber mit der Zeit sicherlich noch besser. Dann wird man am Ende sehen ob die Erwartungen erfüllt wurden“, so Dwyer mit einem Schmunzeln.

Das Spiel gegen Herning war sicherlich noch nicht der rechte Gradmesser für Patrick Dwyer. Die von SønderjyskE gezeigte Leistung bedarf aber vor dem Spiel gegen Gentofte, am kommenden Dienstag ab 19 Uhr in Woyens, einer deutlichen Steigerung. Dann kann vielleicht auch die NHL-Rakete schon mehr durchstarten und der geschundenen hellblauen Fan-Seele Erleichterung verschaffen.

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