Eishockey

Ohrfeigen in der CHL haben keine Narben hinterlassen

Ohrfeigen in der CHL haben keine Narben hinterlassen

Ohrfeigen in der CHL haben keine Narben hinterlassen

Woyens/Vojens
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Daniel Galbraith hat seine elfte Liga-Saison im SønderjyskE-Trikot in Angriff genommen. Foto: Arne Matthiesen

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Lehrgeld haben die Eishockeyspieler von SønderjyskE in der Champions League gezahlt, doch die Erfahrungen in der Königsklasse wollen sie unter keinen Umständen missen und sorgen auch für einen guten Einstieg in die neue Liga-Saison. Bei der Heimpremiere ist der Erzrivale zu Gast.

Die Eishockeyspieler von SønderjyskE sind mit einem 1:0-Auswärtssieg gegen die Odense Bulldogs in die neue Liga-Saison gestartet und wollen den guten Auftakt mit einem Heimsieg ausbauen, wenn der Erzrivale Esbjerg Energy am Freitag ab 20.15 Uhr in der Woyenser Frøs Arena zu Gast ist.

Die deftigen Niederlagen in der Champions Hockey League (CHL) gegen Red Bull München und EV Zug haben am Selbstvertrauen der Hellblauen nicht gekratzt.

„Wir hatten die Möglichkeit, in großen Arenen gegen einige der besten Mannschaften Europas zu spielen. Das sind Spiele auf einem ganz anderen Niveau, und für uns ein Riesenerlebnis. Gegen solche Gegner wissen wir von vornherein, dass die Chancen auf einen Sieg nicht besonders groß sind. Dennoch irritiert es mich grenzenlos, dass wir Ohrfeigen kassiert haben und die Niederlagen nicht erträglicher haben gestalten können, aber ist eine Möglichkeit, die ich unter allen Umständen jederzeit wieder annehmen würde. Wir kommen mit viel Tempo in den Kufen und spielen jetzt in der Liga gegen Gegner, mit denen wir uns besser messen können“, sagt SønderjyskE-Verteidiger Daniel Galbraith zum „Nordschleswiger“.

Daniel Galbraith hat mit SønderjyskE drei dänische Meisterschaften gewonnen. Foto: Jan Korsgaard-kanut.dk

Der 30-Jährige gehört neben Martin Eskildsen und Daniel Kønig Hansen zu den drei Spielern, die alle 14 bisherigen CHL-Partien der Vereinsgeschichte gegen IFK Helsinki, Skellefteå, Krefeld Pinguine, Red Bull Salzburg, HV71 Jönköping, Red Bull München und EV Zug absolviert haben und hat Lust auf mehr. Dies würde aber ein weiterer Meistertitel erfordern, nachdem er 2013, 2014 und 2015 bereits dreimal mit SønderjyskE dänischer Meister geworden ist.

„Es ist noch zu früh, über unsere Chancen auf einen Titelgewinn zu urteilen. Wir spielen, um zu gewinnen, und auch um das letzte Spiel der Saison zu gewinnen, aber es ist schwer zu sagen, wie die anderen Klubs eingekauft haben und wo wir stehen“, sagt Daniel Galbraith, der sich aber auf eine erste Standortbestimmung freuen kann, wenn der Erzrivale aus Esbjerg der Gegner ist.

Ein ehemaliger Mannschaftskamerad wird beim ersten Derby der Saison noch einmal ins Rampenlicht rücken. Kim Lykkeskov wird in der Frøs Arena gebührend geehrt, nachdem er sich zum Ende der vergangenen Saison vom Eishockeysport verabschiedet hatte, nach zwei Jahrzehnten als Spieler bzw. Sportchef von SønderjyskE.

Kim Lykkeskov wird am Rande des Derbys gegen Esbjerg geehrt. Foto: Karin Riggelsen

„Kim ist einfach eine fantastische Person. Ein großer Führungsspieler auf dem Eis, der seine Sache anschließend auch als Sportchef gut gemacht hat. Er ist ein Siegertyp mit einer ausgeprägten Siegermentalität, der sehr viel für den Eishockeysport in Woyens bedeutet und mit harter Arbeit und viel Demut die DNA des Klubs verkörpert hat“, sagt Daniel Galbraith über seinen ehemalige Mitspieler und Vorgesetzten.

Kim Lykkeskov ist mit 811 Einsätzen der Rekordspieler von Vojens IK/SønderjyskE und hat noch einen klaren Vorsprung vor Daniel Galbraith.

„Ich habe in der vergangenen Saison die 550-Spiele-Marke erreicht. Ich bin also noch ein gutes Stück von Kim entfernt. Da müsste ich schon einige Jahre dranhängen, um ihn einzuholen“, so der 30-Jährige, der allerdings keine Pläne hat, in überschaubarer Zukunft die Schlittschuhe an den Nagel zu hängen.

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