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Emil Frederiksen hat sein Lachen wiedergefunden

Emil Frederiksen hat sein Lachen wiedergefunden

Emil Frederiksen hat sein Lachen wiedergefunden

Hadersleben/Haderslev
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Emil Frederiksen durfte im ersten Saisonspiel gegen Silkeborg von Anfang an ran. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

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In der vergangenen Saison war ihm die gute Laune zeitweise verloren gegangen. Doch rechtzeitig zum Saisonbeginn hat Emil Frederiksen sie wiedergefunden. Denn SønderjyskEs neue Art zu spielen liegt ihm sehr.

Emil Frederiksen ist am Freitag einer der letzten Spieler, die das Trainingsgelände in Hadersleben verlassen. Vorher wurden noch Freistöße und Ecken trainiert. Der 20-Jährige flucht und lacht, je nachdem, wie gut er nach eigenem Urteil die Bälle trifft. Kritisch, ehrgeizig, selbstbewusst.

Unter dem neuen SønderjyskE-Trainer scheint der talentierte Mittelfeldspieler wieder aufzublühen; in der vergangenen Saison sah das beizeiten noch anders aus.

„Dadurch, dass sich unser System und die Aufstellung geändert haben, habe auch ich eine neue Rolle bekommen. Wir spielen jetzt offensiver und mit einer Viererkette in der Abwehr. Das hat am vergangenen Montag gut geklappt, und darauf wollen wir weiter aufbauen. Ich freue mich sehr, dass ein neuer Trainer da ist, der die Dinge etwas anders angeht und mir eventuell eine bessere Chance bietet“, sagt Emil Frederiksen gegenüber dem „Nordschleswiger“.

Profil passt ins System

Beim ersten Saisonspiel wurde deutlich, warum er gut in das neue System passt. Mit seiner Schnelligkeit kann Frederiksen die gegnerischen Verteidiger anlaufen und unter starken Druck setzen. Bei SønderjyskEs Kontern wurde er immer wieder in vielversprechende Situationen gebracht, die er allerdings nicht zwingend genug abgeschlossen hat.

„Im nächsten Spiel mache ich die rein“, sagt Frederiksen verschmitzt. „Ich muss einfach dranbleiben und weiter an mir arbeiten, damit ich weiterhin eingesetzt werde.“

Frederiksen hat sein Lachen wiedergefunden, nachdem er bei SønderjyskE einen mehr als holprigen Start hingelegt hat. Im Frühjahr war er vom SC Heerenveen an SønderjyskE ausgeliehen – zu Beginn der vergangenen Saison wurde er dann fest verpflichtet. Doch viele Einsätze gab es in der Folge nicht mehr.

Freude an der Arbeit wiedergefunden

„Im ersten Halbjahr, als ich an SønderjyskE ausgeliehen war, lief es sehr gut und ich habe viele Spiele gemacht. Aber nach der Verpflichtung ging es etwas bergab. Ich habe nicht viele Einsätze bekommen und wurde unzufriedener. Es bringt keinen großen Spaß, zur Arbeit zu fahren, wenn man weiß, dass man am Wochenende nicht spielt“, so Emil Frederiksen, der den Umbruch bei SønderjyskE als neue Chance sieht.

„Wir haben schon viel Neues gelernt, und Trainer sind immer unterschiedlich in ihrer Herangehensweise. Er (Michael Boris, Red.) sieht die Dinge etwas anders als Glen. Wir müssen uns zwar noch besser kennenlernen und aneinander anpassen, aber dann wird es sehr, sehr gut“, sagt Frederiksen. „Das Training ist hart, und wir müssen viel laufen. Das zehrt schon an den Kräften, aber es ist auch nötig. Wir kennen die Bedingungen, und dafür werden wir auch bezahlt; da kann sich keiner beschweren“, so der Offensivspieler.

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