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Mehr Charakter und Robustheit sind gefragt

Mehr Charakter und Robustheit sind gefragt

Mehr Charakter und Robustheit sind gefragt

Hadersleben/Haderslev
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Foto: Frank Cilius/Ritzau Scanpix

Die 1:4-Heimschlappe gegen den FC Nordsjælland tat weh, doch bei den Superliga-Fußballern von SønderjyskE herrscht keineswegs Untergangsstimmung.

Das 1:4 täuschte über die gute Phasen der Hellblauen hinweg, offenbarte aber auch erhebliche Schwächen, die vor dem nächsten Heimspiel am Sonntag ab 18 Uhr gegen AaB korrigiert werden müssen.

„Der letzte Eindruck ist oft der, den man mitnimmt. Wir haben zu Beginn der zweiten Halbzeit durch eigenes Verschulden einen Uppercut hinnehmen müssen und haben am Ende mit dem 1:4 nicht gut ausgesehen, doch das ändert nichts an dem Gesamtbild, dass wir solide aussehen“, sagt SønderjyskE-Cheftrainer Glen Riddersholm und sieht seine Mannschaft weiterhin auf dem richtigen Weg: „Wir haben gegen Nordsjælland bei einigen Defensivaktionen die Augenbrauen anheben müssen, aber in der Offensive haben sich an diesem Spieltag nur AGF und Nordsjælland mehr Torchancen erspielt als wir. Die Statistik zeigt auch, dass wir über die ganze Saison gesehen die viertschlechteste Effektivität der gesamten Liga aufweisen. Die fehlende Effektivität ist die Hauptursache dafür, dass wir die Dominanz im spielerischen Bereich nicht haben besser umsetzen können.“

Der Trainer sieht in vielen Bereichen eine positive Entwicklung.

„Wir haben hart an unserem Pressing gearbeitet und sehen wie eine Mannschaft aus, die die verschiedenen Phasen des Pressings in den Griff bekommen hat. Wir sind dynamischer geworden und sind in unserer Entwicklung einen Schritt weiter gekommen“, meint Riddersholm, der sich aber maßlos ärgert, dass sein Team in der zweiten Halbzeit nicht energischer gegen die drohende Schlappe stemmte: „Wir haben uns durch einen fünfminütigen Tiefschlaf selbst in eine dumme Situation gebracht und müssen das Spiel besser beschützen. Wir können nicht einfach das gute Torverhältnis über Bord werfen, das wir uns über lange Zeit erkämpft haben und das fast schon einen Punkt wert ist. Da müssen wir mehr Charakter und Robustheit zeigen und nicht alles leichtfertig wegwerfen.“

Patrick Banggaard ist bei der nächsten Gelben Karte gesperrt. Foto: Frank Cilius/Ritzau Scanpix

Eine schwierige Woche haben die SønderjyskE-Fußballer vor der Brust. Die Hellblauen haben drei knifflige Aufgaben innerhalb von sieben Tagen zu bewältigen.

Nach dem Superliga-Heimspiel gegen AaB müssen die SønderjyskE-Kicker gleich zweimal in die dänische Hauptstadt, am Mittwoch ab 18 Uhr im Pokal-Achtelfinale gegen Brøndby IF und am Sonntag ab 18 Uhr in der Superliga gegen den dänischen Meister FC København.

„Es stehen viele Spiele an, und es ist nicht von vornherein planbar, welche Spieler wir wann und wo einsetzen werden“, meint SønderjyskE-Trainer Glen Riddersholm: „Wir müssen von Spiel zu Spiel blicken. Nach dem AaB-Spiel werden wir sehen, ob es Sperren gibt und ob alle fit sind. Wir müssen auch beurteilen, wie viele Spieler in der Lage sind, drei Spiele in Serie zu machen. Ich werde nichts versprechen, aber es ist nicht undenkbar, dass ich Platz für mehr als die elf Spieler finde, die zuletzt in der Startelf standen.“

Stefan Gartenmann und Patrick Banggaard wären bei der nächsten Gelben Karte in der Superliga gesperrt.

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