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SønderjyskE in der Favoritenrolle

SønderjyskE in der Favoritenrolle

SønderjyskE in der Favoritenrolle

Hadersleben/Haderslev
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Glen Riddersholm erwartet in Silkeborg keine leichte Aufgabe. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Die Rollen sind klar verteilt, wenn sich  Sonntag ab 12 Uhr im Jysk Park die Superliga-Fußballer von Silkeborg IF und SønderjyskE gegenüberstehen. Der Aufsteiger hat bislang erst einen Punkt auf dem Konto, der Gegner dagegen in vier der fünf bisherigen Saisonspiele gepunktet.

Für Glen Riddersholm ist es auch eine Standortbestimmung in der Frage, wie es um die von ihm geplante Mentalitätsänderung steht.

„Wir müssen den nächsten Schritt machen und mit der Favoritenrolle klarkommen. Ich denke aber, dass wir schon in Lyngby mit der Favoritenrolle gut umgehen und ein reifes Auswärtsspiel hinlegen konnten“, sagt der SønderjyskE-Cheftrainer: „Wir sind in Lyngby nicht mental unruhig geworden. Wir haben immer noch einige Aussetzer, aber markant weniger als noch vor den Sommerferien.“

Riddersholm erwartet allerdings keine leichte Aufgabe gegen das Tabellenschlusslicht, denn viele Mannschaften, darunter auch SønderjyskE, tun sich auf dem ungewohnten Kunstrasen schwer.

„Es ist ganz einfach ein anderes Spiel. Der Belag ist schneller, und das erfordert im Umgang mit dem Ball mehr Sicherheit. Fehler können schneller bestraft werden“, so der Trainer, der seine Schützlinge darauf einstellt, dass sie viele Meter laufen müssen: „Silkeborg ist die Mannschaft in der Superliga, die die meisten Pässe spielt und die höchste Passsicherheit hat. Wenn wir hier nicht kollektiv gegen den Ball spielen, werden wir viele vergebliche Meter laufen müssen. Wir haben schon gegen AGF gesehen, dass Räume entstehen, wenn wir nicht als Kollektiv gegen den Ball spielen.“

Riddersholm ist sich darüber im Klaren, dass die eigenen Fans nach einem guten Saisonstart erwarten, dass gegen das noch sieglose Schlusslicht ein Sieg herausspringen muss.

„Viele werden den Blick auf die Tabelle werfen und sagen, dass wir dort die drei Punkte einfach abholen müssen, aber so leicht ist das nicht. Silkeborg steht zwar in der Tabelle ganz unten, hat aber in den letzten beiden Spielen vieles richtig gemacht, obwohl das Ergebnis am Ende nicht gestimmt hat. Das 2:3 gegen Hobro war mehr als unverdient, und auch beim 2:2 gegen Nordsjælland hätte mehr rausspringen können. Die werden von Spiel zu Spiel besser und finden sich in der Superliga immer besser zurecht“, meint Glen Riddersholm.

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