Fußball-EM

DBU untersucht: Dänische Fans beim Halbfinale schikaniert

DBU untersucht: Dänische Fans beim Halbfinale schikaniert

DBU untersucht: Dänische Fans beim Halbfinale schikaniert

Ritzau/nlm
London
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Mehrere dänische Fans berichten, beim EM-Halbfinale in London bespuckt und bedroht worden zu sein. Foto: Scanpix

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Englands Fußballverband muss wegen des schlechten Benehmens englischer Fans beim EM-Halbfinale gegen Dänemark blechen. Neben Laserpointer-Attacken auf Torhüter Kasper Schmeichel und Störgeräuschen bei Dänemarks Nationalhymne sollen auch dänische Fans schikaniert worden sein.

Englische Fans haben beim Elfmeter in der Verlängerung des EM-Halbfinals zwischen Dänemark und England versucht, den dänischen Torhüter Kasper Schmeichel mit einem Laserpointer abzulenken. Zudem pfiffen und buhten viele Zuschauer im Londoner Wembley-Stadion bei der dänischen Nationalhymne vor dem Spielbeginn. Und auch Feuerwerkskörper wurden von englischen Fans beim 2:1-Sieg der Engländer nach Verlängerung abgebrannt. Für die drei Vergehen muss der englische Fußball-Verband nun eine Strafe von 30.000 Euro zahlen.

Doch damit nicht genug. Der dänische Fußballverband (DBU) untersucht derzeit weitere Vergehen beim Halbfinalspiel zwischen Dänemark und England. Auch dänische Fans sollen im Wembley-Stadion schikaniert worden seien. Mehrere dänische Semifinal-Zuschauer berichten von Drohungen und Spuckattacken englischer Fußballfans. Bei DBU will man sich näher mit den Berichterstattungen bezüglich der Schikane auseinandersetzen.

„Wir nehmen das sehr ernst. Im Augenblick sammeln wir die Aussagen dänischer Fans und verschaffen uns einen Überblick“, sagt der kommerzielle Direktor bei DBU, Ronnie Hansen.

Zum Halbfinale in London waren aufgrund der Corona-Regeln nur in England lebende dänische Fans zugelassen. Mehrere der schikanierten Dänen sollen ihre Kinder bei sich gehabt haben.

Am Sonntagabend spielt die englische Nationalmannschaft erneut im Wembley-Stadion, wenn England ab 21 Uhr im EM-Finale auf Italien trifft.

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