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Michelsen endgültig in Hammarby Geschichte

Michelsen endgültig in Hammarby Geschichte

Michelsen endgültig in Hammarby Geschichte

tf/jki
Stockholm
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Foto: Karin Riggelsen

Unterschiedliche Auffassungen über die weitere Ausrichtung bei den Fußballern von Hammarby IF hat Jakob Michelsen im Machtkampf mit Sportchef Jesper Jansson den Job gekostet.

Nachdem in den Medien bereits in der vergangenen Woche der Abgesang in Hammarby auf den ehemaligen Trainer der SønderjyskE-Fußballer Jakob Michelsen gesungen wurde, hat der Verein nun endgültig die Trennung von Michelsen bestätigt. Sportchef Jesper Jansson hat für die Begründung der Trennung entsprechend klare Worte gefunden.

"Es ist immer schwer und traurig, wenn man solche Entscheidungen zu treffen hat. Wir fühlen uns aber absolut sicher in der Entscheidung und das es der richtige Weg für Hammarby ist. In den internen Diskussionen in den vergangenen Wochen haben wir deutlich das Gefühl gehabt, dass wir nicht die gleiche Sicht auf die Entwicklung der Mannschaft sowie des Spiels wie Jakob haben“, so der Sportchef die Gräben zwischen Verein und Trainer deutlich machend.

Eine Fortführung der Zusammenarbeit mit Jakob Michelsen kam für den Sportchef und die Vereinsführung dahinter in keinem Fall mehr in Frage, zu unterschiedlich waren die Sichtweisen.

„Wenn man sich in den wichtigen und richtungsweisenden Dingen nicht einig ist, ist es meine Verantwortung als Sportchef den Kurs zu halten und vorzugeben. Deshalb habe ich den Job als Sportchef. In diesem Fall hat es dann Jakob als Trainer den Job gekostet", so Jansson, der in den kommenden Wochen einen Nachfolger präsentieren will.

Jakob Michelsen hatte nach der sensationellen Vizemeisterschaft und dem Europapokal-Abenteuer mit SønderjyskE den Klub im Dezember 2016 verlassen, um ein lukratives Angebot vom Stockholmer Kult-Klub anzunehmen. Hammarby IF hat den größten Zuschauerschnitt Skandinaviens, hat aber seit Jahren das Riesenpotenzial nicht ausschöpfen können und zahlreiche Trainer sind beim Versuch gescheitert, die Mannschaft aus dem Tabellenkeller zu holen, und sind entlassen worden. Dieses Schicksal scheint nun auch dem Tonderaner ereilt zu haben, obwohl der Klub ihm Zeit gewähren wollte und nach einem Umbruch im ersten Jahr erst in der zweiten Saison eine Top-5-Platzierung verlangte.

Jakob Michelsen konnte nach einer Saison mit Höhen und Tiefen die geforderte Top-10-Platzierung mit einem neunten Platz erfüllen, doch die Unstimmigkeiten mit dem Sportchef Jesper Jansson, der wenige Monate nach Michelsen den Job übernahm, wurden laut schwedischen Medien immer größer und entwickelten sich gegen Saisonende zu einem regulären Machtkampf.

Einen Machtkampf den Jakob Michelsen nicht gewinnen konnte und in dessen Folge er nun wieder auf Jobsuche ist.

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