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Rønnow wartet noch ab

Rønnow wartet noch ab

Rønnow wartet noch ab

Kopenhagen
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Frederik Rønnow kam in der Europa League gegen Lazio zu einem seiner seltenen Einsätze für die Eintracht. Foto: dpa

Die Zukunft des dänischen Torwarts bei Eintracht Frankfurt hängt von der Entscheidung von Kevin Trapp ab.

Für drei Millionen Euro war Frederik Rønnow im vergangenen Sommer von Brøndby IF zu Eintracht Frankfurt gewechselt. Der dänische Nationaltorwart war als die Nummer eins beim Fußball-Bundesligisten vorgesehen, doch es kam alles anders und nach einer Saison auf der Ersatzbank ist seine Zukunft bei der Eintracht weiter ungewiss.

„Es ist keine optimale Saison für mich gewesen. Die Einsatzminuten sind spärlich gewesen, aber ich spüre, dass das Vertrauen des Klubs in mich weiter groß ist. Es wird aber entscheidend sein, ob Kevin bleibt oder nicht“, sagt Frederik Rønnow am Rande der Vorbereitungen der dänischen Nationalmannschaft auf das EM-Qualitikationsspiels in der kommenden Woche gegen Irland zu Ritzau.

Dem 26-Jährigen aus Horsens plagten nach der WM Knieprobleme. Nach unglücklichen Auftritten gegen Bayern München im Supercup und in Ulm im DFB-Pokal wurde ihm am Deadline-Day Kevin Trapp vor die Nase gesetzt. Seither durfte Rønnow in der Bundesliga 32 Minuten beim 7:1 gegen Düsseldorf und in der Europa League gegen Limassol und Lazio ran.

Die Leihabsprache zwischen Paris St. Germain und Eintracht Frankfurt läuft Ende Juni aus, doch der Bundesligist bemüht sich weiter um eine feste Verpflichtung von Trapp, dessen Vertrag in Paris im Sommer 2020 ausläuft.

Eine Rückkehr zu Paris Saint-Germain ist vorgesehen, doch es scheint, dass Trainer Thomas Tuchel eine andere Option bevorzugt. Sollte Trapp keinen größeren Klub finden und sich doch für einen Verbleib in Frankfurt entscheiden, dann müsste er auf einen Teil seines Gehalts verzichten und die Eintracht Bereitschaft zeigen, eine Ablöse von angeblich acht Millionen Euro zahlen.
Die Frage ist, ob die Verantwortlichen Rønnow im Falle eines Trapp-Abgangs die Rolle als Nummer eins zutrauen.

„Sollte es so kommen, wird Rønnow nachrücken und die Nummer eins. Er hat jetzt gezeigt, nachdem er die Verletzung auskuriert hat, dass er ein wirklich guter Torwart ist. Menschlich und von der Qualität her traue ich ihm zu, in die Rolle von Kevin Trapp zu schlüpfen“, hat Sportdirektor Bruno Hübner zu „Bild“ gesagt.

Frederik Rønnow bleibt nichts anderes übrig als abzuwarten.

„Bleibt Trapp, haben wir eine neue Situation, und dann sehen wir weiter“, sagt Rønnow, der allerdings keinen Hehl daraus macht, dass er keine Lust hat, eine weitere Saison auf der Bank zu sitzen: „Nein, ich bin gekommen, um zu spielen, aber aufgrund einiger Umstände war die Situation plötzlich eine andere. Ich habe mich verletzt, und dann entstand die Möglichkeit eines Leihgeschäfts mit Trapp, der einen großen Namen hat. So ist es nunmal im Spitzenfußball. Es ist immerhin ein Klub, der einen Elfmeter von einem Europa-League-Endspiel entfernt war.“

Der 26-Jährige konnte die starke Saison der Frankfurter von der Seitenlinie aus verfolgen.

„Es ist für den Klub eine gute Saison gewesen. Ich bin Teil der Gruppe und habe mich gefreut, dass es so gut gelaufen ist. Das ist großartig gewesen, aber es ist nunmal nicht das gleiche, wenn mandie starke Saison der Frankfurter von der Seitenlinie aus verfolgen.

„Es ist für den Klub eine gute Saison gewesen. Ich bin Teil der Gruppe und habe mich gefreut, dass es so gut gelaufen ist. Das ist großartig gewesen, aber es ist nunmal nicht das gleiche, wenn man nicht spielt“, so Rønnow.

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