Corona in Nordfriesland

Darum wird die neue Freiheit im Restaurant kaum genutzt

Darum wird die neue Freiheit im Restaurant kaum genutzt

Darum wird die neue Freiheit im Restaurant kaum genutzt

SHZ
Dagebüll/Niebüll
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Mitarbeiter Bjarne vom Wattwurm in Niebüll trägt weiter Maske, obwohl dies nicht mehr Vorschrift ist. Foto: Arndt Prenzel / SHZ

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Masken müssen im Restaurant nicht mehr getragen werden. Doch in den ersten Tagen wird dieses neue alte Privileg von vielen nicht genutzt.

Das Tragen einer Maske ist laut Landesverordnung keine Pflicht mehr bei den Gästen, die ein Lokal aufsuchen. Aber das heißt nicht, dass Gäste sie nirgendwo mehr tragen müssen. Denn die Inhaber der Restaurants, Lokale und Bars haben ein Hausrecht. Wenn sie auf das Tragen der Maske bestehen, dann müssen die Gäste sie auch anlegen und können sich nicht auf die Landesverordnung berufen. Doch die Wirte in der Region wollen keine Vorschriften machen.

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„Das kann jeder selbst entscheiden“, sagt Mike Eichhorn vom Eichhorn's in Risum-Lindholm. Er überlässt es den Gästen, wie sie sich verhalten möchten. Tatsächlich kommen die meisten Gäste mit Maske in das beliebte Restaurant. Diese Haltung zieht sich durch die gesamte Region. Gleichwohl tragen die meisten Service-Mitarbeiter aus Rücksicht weiterhin Masken.


Doch auch hier gilt, dass der Mitarbeiter dies selbst entscheiden darf. „Wir tragen aus Rücksicht auf unsere Gäste weiter eine Maske“, berichtet Bjarne vom Niebüller „Wattwurm“. „Bei den Besuchern ist das unterschiedlich.“ Es gibt keine Regel, nur eine Tendenz. Und die heißt: Vorsichtig sein. Im „Landhafen" in Niebüll geht es „ganz nach Gusto": Manche tragen einen Schutz, andere wiederum nicht. Das Verhältnis ist hier "fifty-fifty".

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Andere haben schon länger umgeschaltet. „Wir haben bereits nach dem 20. März die Maskenpflicht abgeschafft“, sagt Nils Richardsen von „Peter`s Pub und Bistro“ in Dagebüll. Die Erfahrungen seitdem seien unterschiedlich: „Viele freuen sich, ohne Maske hereinzukommen“, sagt der Dagebüller Gastronom. Andere behalten den Schutz auf.

Die Gründe seien wohl sehr individuell erklärbar. Bei manchen sei es Gewohnheit, bei anderen das Gefühl von Sicherheit, das das Maskentragen vermittelt. Nils Richardsen schätzt, dass ein Drittel seiner oft auch jüngeren Gäste auf die Maske verzichtet. Die Älteren bleiben reserviert.


„Ich habe sie wie üblich aufgesetzt“, sagt der Niebüller Rolf Sievers, der mit seiner Gattin zum Essen im Dagebüller Strandhotel weilt. Erst am Tisch hat er sich von dem Schutz befreit. Und fühlt sich natürlich jetzt wohler.

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Die anderen Gäste, die den Saal betreten, handeln ähnlich. Und auch die, die nach der Mahlzeit wieder gehen, ziehen sich ihre Masken sicherheitshalber wieder auf. „Es dauert noch eine Zeit, bis sich das ändert“, glaubt ein Mitarbeiter, denn „noch ist die Sicherheit, geschützt zu sein, vielen wichtig“.

Auch Personal trägt weiter Masken

Im „Friesenhof" in Niebüll sieht es ähnlich aus. „Die meisten Gäste kommen mit Maske", sagt Hauke Raffelhüschen. Er begrüßt das rücksichtsvolle Verhalten. „Wir wollen ja, dass die Lage besser wird." Daher trägt auch das Personal weiterhin einen Mund- und Nasenschutz.

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