Illegal geschlachtet

Lebensmittelbehörde schließt illegale Schlachterei auf Röm

Lebensmittelbehörde schließt illegale Schlachterei auf Röm

Lebensmittelbehörde schließt illegale Schlachterei auf Röm

Röm/Rømø
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Lämmer und Schafe sind auf Röm unter unhygienischen und illegalen Bedingungen geschlachtet und das Fleisch verkauft worden. Foto: Marlies Wiedenhaupt

In einem verdreckten, unhygienischen Pferdestall in Toftum auf Röm sind illegale Schlachtungen von Lämmern und Schafen vorgenommen worden. Zwischen Autoreifen und Spinngeweben wurden die Tiere getötet und das Fleisch ungekühlt gelagert.

Wer Lamm- oder Schafsfleisch bei einem Züchter am Vestervej 21 in Toftum auf Röm gekauft hat, sollte dieses dort wieder abgeben oder in den Müll schmeißen. Die Lebensmittelbehörde hat die unhygienische Minischlachterei auf der Insel dicht gemacht, da sie weder der Qualitätskontrolle (Smiley-Kontrolle) noch bei der Lebensmittelbehörde als Verkaufsstelle für Fleisch registriert gewesen ist. Außerdem wurden die Tiere ohne vorherige oder spätere Kontrolle eines Tierarztes geschlachtet.

Verheerende Zustände

Die staatliche Behörde fanden verheerende Zustände vor. So wurden die Schlachtungen zwischen Autoreifen und Spinngeweben in einem verdreckten früheren Pferdestall vorgenommen.

Keine Kühlung

In einem Nebengebäude wurde das Fleisch ohne Kühlmöglichkeiten gelagert. Dort fand die Sondereinheit der Lebensmittelbehörde drei Tierkörper, ein zerlegtes Tier und bereits verpacktes Lammfleisch. Der Schlachtereibetreiber hat der Behörde keine Auskunft geben wollen, wer seine Kunden waren. Daher nun die Aufforderung der Lebensmittelbehörde: Die Kunden sollten das Fleisch in den Mülleimer wandern lassen.

Tipp führte zu illegaler Schlachterei

Die Presseabteilung der Lebensmittelkontrolle teilt mit, dass das Fleisch, sofern es nicht weggeworfen wird, beim Betreiber der Schlachterei abgegeben werden kann. Er habe die Verantwortung, das Fleisch zu entsorgen bzw. wie er mit seinen Kunden „abrechnet“. Die Lebensmittelbehörde sei durch einen Tipp auf die illegalen Machenschaften aufmerksam gemacht worden, worauf Behördenmitarbeiter unangemeldet zur Kontrolle kamen, erklärt die Pressestelle.

Karen Olesen, Mitarbeiterin der Lebensmittelbehörde, war an der Aktion am Mittwochabend beteiligt. Sie erklärte, dass dem Schafzüchter und -schlachter Geldbußen drohen. Zahlt er diese, und erkennt die Vergehen an, ist die Sache aus der Welt. Im anderen Fall werde die Polizei eingeschaltet und der Mann vor Gericht gestellt, so Karen Olesen. Ihre Behörde würde dafür Sorge tragen, dass der Schafzüchter nach der Abgabe des Fleisches bei ihm, dieses nicht einfach weiterverkauft.

Tipp für die Verbraucher

Verbrauchern rät sie, sich auf der Internetadresse findsmiley.dk zu informieren, ob Betriebe anerkannt und von der Lebensmittelbehörde kontrolliert werden.

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