Prinzessin zurück im Schloss

Prinzessin Marie eröffnete Weihnachtsausstellung in ihrem dänischen Zuhause

Prinzessin Marie eröffnete Weihnachtsausstellung in ihrem dänischen Zuhause

Prinzessin Marie eröffnete Weihnachtsausstellung

Mögeltondern/Møgeltønder
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Hündchen Cerise will zu Frauchen. Foto: Elise Rahbek

Prinzessin Marie sagte am Sonnabend bei der Eröffnung der Weihnachtsausstellung auf Schackenborg, dass das Schloss ihr Zuhause in Dänemark sei.

Prinzessin Marie, Ehefrau von Prinz Joachim, erklärte bei der Eröffnung der Weihnachtsausstellung auf Schackenborg in Mögeltondern, dass das Schloss ihr Zuhause sei, wenn sie sich mit ihrer Familie in Dänemark aufhalte. „Hier heiratete ich meinen Mann und hier bekamen wir unsere beiden herrlichen Kinder”, unterstrich sie, bevor sie in Begleitung von Schlossdirektorin Trine Jakobsen und dem zweiten Vorsitzenden der Schackenborgstiftung, Ecco-Direktor Søren Dalsgaard Stier, durch die Gemächer ihres früheren Wohnsitzes ging.

Die Blumen für die Prinzessin überreichte die fünfjährige Celine Petersen, Tochter von Schloss-Oldfrue Christina Hansen. Foto: Elise Rahbek

Mit „Ah" und „fantastisch" bewunderte die Prinzessin begeistert die TV-Exponate. Sie hielt sich schon in der vergangenen Woche mehrere Tage zur Vorbereitung der Ausstellung auf dem Schloss auf, die unter anderem viele Kostüme und Requisiten aus mehr als 50 Jahren der dänischen Sendung „Julekalender“ von „Danmarks Radio“ präsentiert.

Cerise auf Abwegen

Ihr vierbeiniger Begleiter, der neue Familienhund Cerise stahl der Prinzessin fast die Schau, als das Hündchen mediengewandt bei Blitzgewitter durch die Räume stöberte, ihre Schnauze in einen mit künstlichen Äpfeln gefüllten Korb steckte und interessiert den geschmückten Weihnachtsbaum im Salon in Augenschein nahm. Prinzessin Marie musste Cerise sogar auf ihrer tierischen Expedition durch die Julekalender-Ausstellung mit einem kleinen, liebevollen Schubser bremsen, wohl in der Befürchtung, dass das Hündchen das Bein heben würde.

Cerise auf Expedition
Cerise stöberte in dem Korb mit Äpfeln herum. Foto: Elise Rahbek

Cerise ist erst seit diesem Jahr Mitglied der Prinzenfamilie, nachdem Maries früherer Hund Apple im Mai im Alter von 14 Jahren verstarb. Mit Apple war sie seinerzeit nach Dänemark gekommen. Als Nachfolgerin wählte sie erneut einen Hund der Rasse Bichon Frisé und einen Obst-Namen, denn Cerise bedeutet auf Französisch Kirsche.

Bei ihrem Rundgang durch die für sie heimischen Räume begrüßte sie besonders herzlich den landwirtschaftlichen Mitarbeiter der Schlossstiftung, Thorkild Jensen. Er ist mehr als 40 Jahre auf Schackenborg beschäftigt gewesen – noch in den Jahren, als die Lehngrafenfamilie Schack Schlossbesitzer war, 1978 ging das Gut zurück ans Königshaus und wurde von Prinz Joachim übernommen. Auch den jüngsten Sohn der dänischen Königin Margrethe II. verbindet eine enge Beziehung zu Mögeltondern und Nordschleswig.

Auch den zweiten Teil der Ausstellung in der Prinzenscheune wurde von der Prinzessin besucht. Foto: Elise Rahbek
Bürgermeister Henrik Frandsen begab sich mit der Prinzessin auf Reisen im Julekalender Tidsrejsen. Foto: Elise Rahbek

Später besuchte Prinzessin Marie auch den zweiten Teil der Ausstellung in der eiskalten, nahegelegenen Prinzenscheune am Slotfeldvej. Schloss und Scheune sind sonnabends und sonntags von 10-16 Uhr bis zum 15. Dezember geöffnet, bei der erstmals auch Freiwillige des neugegründeten Fördervereins Schackenborg im Einsatz sind. Im Schlossgarten steht ein Zelt, wo die Besucher Kaffee, Tee und Glögg kaufen können. Auf einen eigentlichen Weihnachtsmarkt wie 2018 wird in diesem Jahr verzichtet.

So wie bei den Schlossführungen auch – die vom erst kürzlich verstorbenen Schlossdirektor Jan Leisborch mit sehr viel Engagement ins Leben gerufen wurden – dürfen die Ausstellungsbesucher die privaten Räume des Prinzenpaares nicht betreten.

Einige der besonderen Prunkstücke der Ausstellung sind die von der Firma Rosendahl festlich geschmückte Weihnachtstafel im großen Speisesaal und die im verdunkelten Rittersaal zum Teil schaurigen Kostüme aus dem Julekalender des vergangenen Jahres „Theo og den magiske talismand”, und riesige Bilder der Darsteller bei schummriger Musik präsentiert werden.

Neue Ära

Der zweite Vorsitzende der Schackenborg-Stiftung, Ecco-Direktor Søren Dalsgaard Stier, freute sich über die ganz besondere Veranstaltung, und dass sich die Schlosspforten für die Öffentlichkeit noch mehr öffnen werden. 2019 sei eine neue Ära für Schackenborg angebrochen. Es sollen noch mehr Besucher ins Schloss kommen. Im vergangenen Jahr nahmen rund 8.500 Besucher an Schlossführungen teil, mit steigender Tendenz, verriet Pia Sørensen, Wochenblattchefin von „Ugeavisen Tønder“, die bei der Ausstellungseröffnung als Freiwillige in die Rolle als Pressechefin schlüpfte.

Sie nutzte vor den Medien auch die Gelegenheit, auf die wenige Stunden später stattfindende Eröffnung des Weihnachtsmarktes in Tondern aufmerksam zu machen, bei der bis zu 50 Weihnachtsmänner, zum Teil auch aus dem Ausland, im großen Umzug durch die Stadt ziehen. Zwischen Mögeltondern und Tondern werden kostenlose Shuttlebusse eingesetzt. In Tondern herrschte derweil Ausnahmezustand. Die Parkplätze waren voll und die Innenstadt drohte aus den Nähten zu platzen.

Der Weihnachtsbaum im Salon wird bewundert. Foto: Elise Rahbek
Das Schloss Schackenborg in Mögeltondern Foto: Elise Rahbek

Seit 2014 Stiftung

Die Gründung der Schackenborg-Stiftung erfolgte 2014 mit finanzieller Unterstützung der Stiftungen der Familienunternehmen Ecco, Lego und Danfoss. Das Prinzenpaar, das Schackenborg verließ und nach Seeland/Sjælland zog, ist Schirmherr der Stiftung. Es hat immer noch private Räume im Schloss, wenn es sich in Mögeltondern und Nordschleswig aufhält. Seit Herbst dieses Jahres lebt die Familie in Paris, wo der Prinz militärischen Studienzwecken nachgeht. Frankreich ist das Heimatland der Prinzessin.

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