Unsere digitale Zukunft

Fragen und Antworten

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Apenrade/Aabenraa
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In der Nordschleswiger-Hauptredaktion in Apenrade. Foto: Cornelius von Tiedemann (Archiv)

Cornelius von Tiedemann geht auf häufig gestellte Fragen zum Thema Digitalisierung ein und freut sich, dass „Der Nordschleswiger“ gut vorbereitet in die Zukunft geht.

Immer wieder wird uns beim Thema Digitalisierung und dem Aus für die Papierausgabe der Zeitung zugetragen, dass doch abzuwarten sei, ob sich die digitale Ausgabe durchsetze und ob die Nutzerzahlen jenen der Papierzeitung nahekommen würden.

Hierzu sei an dieser Stelle noch einmal erwähnt: Wir erreichen bereits heute mit der Internetseite (die E-Zeitung noch gar nicht mitgerechnet!) und über die sozialen Medien deutlich mehr Menschen, als wir es über die Papierzeitung tun und in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten jemals taten.

Die Nutzerzahlen steigen zudem kontinuierlich. Und das, obwohl wir, wie immer wieder betont werden muss, noch gar nicht als eigentliche Online-Redaktion funktionieren, sondern sechs Tage die Woche auch eine vollumfängliche Papierzeitung produzieren, die leider dem allgemeinen Trend in der Zeitungsbranche folgt und so wenige Menschen erreicht, wie noch nie.

Eine zweite häufig gestellte Frage ist die nach der öffentlichen Sichtbarkeit des „Nordschleswigers“, die durch den Wegfall der Papierzeitung leiden würde.
Dazu ist einerseits zu sagen, dass dem durch das geplante Monatsmagazin zumindest versucht wird, vorzubeugen.

„Der Nordschleswiger“ wird also auch künftig überall dort ausliegen, wo er heute ausliegt – und vielleicht an noch mehr Orten. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass „Der Nordschleswiger“ heute wegen fehlender Nachfrage und hoher Kosten praktisch aus dem Einzelhandel und somit dem Sichtfeld der Kunden verschwunden, und eine hundertprozentige Abonnentenzeitung geworden ist.

Die Orte außerhalb der Minderheiteneinrichtungen, an denen die Zeitung heute noch ausliegt, sind vermutlich an einer Hand abzuzählen.

Derweil ist „Der Nordschleswiger“ dort heute besonders sichtbar, wo sich nicht nur die Jugend, sondern alle Altersgruppen mit Abstand vorwiegend informieren: Online, auf dem Smartphone, dem Arbeits-Computer, dem Sofa-Tablet.

Wir erreichen heute Menschen in der Minderheit, im Umfeld der Minderheit und an der Minderheit Interessierte, die wir früher niemals erreicht hätten – weil sie den Schritt, sich eine Papierausgabe des „Nordschleswigers“ zu organisieren oder sich mit ihr blicken zu lassen, nicht gewagt hätten.

Dass eine Internetseite eine Papierzeitung nicht ersetzen kann, ist uns schmerzlich bewusst. Dafür kann eine Internetseite vieles, was eine Papierzeitung nicht kann. Und Fakt ist, dass sie deutlich mehr Menschen erreicht.

Wir richten uns nach dem aus „rechtzeitiger Vorsorge” getroffenen Entschluss des Herausgebers und sind froh, anders als andere Medien, die es bald auch treffen wird, wohlvorbereitet und mit voller Energie in die Zukunft als Online-Medium gehen zu können.

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