Unsere digitale Zukunft

Nah dran am Leser

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Nordschleswig
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Crossmedia-Mitarbeiterin Lana Riedel stellt sich und ihren Arbeitsalltag auf Instagram vor. Foto: Cornelius von Tiedemann

Für viele in Nordschleswig ist der Nordschleswiger ein zentraler Teil der Minderheiten-Identität. Dem wollen wir digital mehr denn je gerecht werden.

Unsere Zeit mit den Studierenden der Süddänischen Uni ist vorbei – und hat gerade erst angefangen. In mehreren Gruppen haben sich die außerordentlich engagierten Masterstudierenden mit ganz unterschiedlichen Aspekten der digitalen Gegenwart und Zukunft des „Nordschleswigers“ auseinandergesetzt. Wir haben viel von ihnen gelernt – und ihnen ganz nebenbei auch noch die deutsche Minderheit vermitteln können, was ja auch immer Teil unseres Auftrages ist. Zu einem Schluss sind eigentlich alle Gruppen, die sich dafür auch unter unseren Lesern umgehört haben, gekommen: Wir sind für unsere Leser ein, wenn nicht das Symbol der Minderheit. Sie wollen sehen, dass es uns gibt.

Und: Fast alle, auch die Kritiker des Abschiedes von der Papierausgabe, wollen den Weg in unsere digitale Zukunft mitgehen. Über so viel Vertrauen sind wir unheimlich froh. Und wir wollen es zurückzahlen, indem wir uns, wenn schon die Papierzeitung bald (2021) nicht mehr auf dem Tisch liegt, in den Alltag der Nordschleswiger einbringen.

Zum Beispiel dadurch, dass wir bereits seit Längerem mehr und mehr ganz eigene Themen setzen, dass wir den Minderheiten- und Nordschleswig-Blick auf die Dinge richten und uns immer fragen, was wirklich relevant für gerade unsere (potenziellen) Leser ist. Nicht, dass wir das früher nicht auch getan hätten, vor allem in den Lokalredaktionen – aber wir können merken, dass unsere Arbeit, ob in der Zeitung oder online, viele Leser berührt und sich mehr als früher mit Meinungen und Ideen bei uns melden.

Dazu tragen auch unsere beiden „Neuverpflichtungen“ Lana Riedel und Britta Tästensen bei, die unter anderem in den sozialen Medien ganz nah dran sind an den Nordschleswigern.

Unsere Nutzerzahlen für die Internetseite nordschleswiger.dk zeigen übrigens, dass ein immer größerer Teil unserer wachsenden Online-Leserschar aus Nordschleswig kommt. Auch darüber sind wir unheimlich froh. Denn auch wenn uns jeder Leser aus Hamburg oder München freut: Dass wir inzwischen ganz viele Nordschleswiger ganz regelmäßig online erreichen, zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind, dass wir auch online das Vertrauen der Nordschleswiger genießen.

Ach ja, von wegen „hat gerade erst angefangen“: Die Uni ist von sich aus an uns herangetreten und möchte das Programm gerne langfristig weiterführen. Natürlich haben wir sofort zugesagt. Denn es gibt noch viel zu tun, viel zu lernen – und nicht zuletzt noch viele Studenten, die sich – und uns – ihr eigenes Bild von der deutschen Minderheit machen können.

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