Weniger Neubauvorhaben in Dänemark in Angriff genommen.

Im zweiten Quartal 2019 in Dänemark weniger Bauvorhaben gestartet

Im zweiten Quartal 2019 in Dänemark weniger Bauvorhaben gestartet

In Dänemark weniger Bauvorhaben gestartet

Kopenhagen
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Es sind im zweiten Quartal 2019 weniger mehrgeschossige Gebäude mit Wohnungen in Angriff genommen worden als im vorangegangenen Dreimonatzeitraum. s Foto: Volker Heesch

In Dänemark hält der Boom beim Neubau von Einfamilienhäusern an: Ein neuer Höchststand wurde bei Zahl der Beschäftigten in der Bauwirtschaft erreicht

Die Bauwirtschaft zählt seit Jahren zu den boomenden Branchen in Dänemark. Neue Zahlen des statistischen Amtes, Danmarks Statistik, deuten auf eine Abkühlung in der Baubranche hin.

Im zweiten Quartal dieses Jahres wurden gemessen am Etagenareal 16 Prozent weniger Bauvorhaben in Angriff genommen als im vorangegangenen Vierteljahr. Doch während es einen Rückgang bei den neuen Bauvorhaben im gewerblichen Bereich und bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern um sieben bzw. zehn Prozent gab, sind Einfamilienhäuser nach wie vor sehr gefragt.

Es gab im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Dreimonatszeitraum 2019 ein Plus von 15 Prozent auf fast 3.000. Das Minus von 16 Prozent erklärt sich in erster Linie damit, dass die Gesamtzahl in Angriff genommener Wohnungsneubauten um 17 Prozent gesunken ist.

Unterstützt wird der Neubauboom bei Einfamilienhäusern durch sehr günstige Kredite, was nicht nur Besitzer von bestehendem Wohneigentum durch Konvertierung älterer Baudarlehen mit höherer Verzinsung gegen neue mit niedrigerem Zinsniveau zunutze machen.

Als Bremse in der Bauwirtschaft könnten sich steigende Baupreise erweisen. Dazu trug während der vergangenen Jahre der Arbeitskräftemangel in der Bauwirtschaft bei.
Im zweiten Quartal 2019 waren 177.000 Personen in der Bauwirtschaft beschäftigt. Laut Danmarks Statistik gab es gegenüber den Monaten Januar bis März ein Plus um 1.200 Mitarbeiter. Damit wird der höchste Mitarbeiterbestand seit dem Boomjahr 2008 erreicht.

In der Bauwirtschaft rechnet man mit einem Abflachen der Nachfrage nach neuen Mitarbeitern.
Im Branchenverband Dansk Byggeri herrscht allerdings weiter optimistische Stimmung.
„Die Konvertierung hin zu günstigeren Krediten gibt den Hausbesitzern finanziellen Spielraum. Es gibt Aussicht auf viele neue private Renovierungsaufgaben“, so der Chefvolkswirt von Dansk Byggeri, Bo Sandberg.

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