Corona

Behörden: „Blasen-Theorie“ ist keine offizielle Empfehlung

Behörden: „Blasen-Theorie“ ist keine offizielle Empfehlung

Behörden: „Blasen-Theorie“ ist keine offizielle Empfehlung

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Das SSI rät dazu, sich für die kommenden Monate eine ausgewählte, soziale Gruppe zu schaffen, um das Corona-Ansteckungsrisiko zu minimieren. Foto: Matilda Lindeblad/Johner/Ritzau Scanpix

Die dänische Behörde für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare rät dazu, sich über den Herbst eine soziale Gruppe von fünf bis zehn Personen für regelmäßigen Kontakt zu suchen, um das Risiko für eine Corona-Ansteckung zu minimieren. Die Behörden betonen nun, dass die Idee gut ist, es aber keine Empfehlung dazu von offizieller Seite gibt.

Nachdem der Abteilungsleiter der dänischen Behörde für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten, Statens Serum Institut (SSI), Kåre Mølbak, auf einer Pressekonferenz am Dienstag den Rat an die Bürger ausgesprochen hatte, dass diese sich angesichts der anhaltenden Corona-Krise künftig eine sogenannte soziale Blase (sociale bobler) von fünf bis zehn Personen schaffen sollten, mit denen sie ausschließlich Kontakt haben, hat die staatliche Gesundheitsbehörde nun darauf aufmerksam gemacht, dass es sich bei dem Rat des SSI-Chefs um keine offizielle Empfehlung der öffentlichen Behörden handelt.

„Das ist keine offizielle Empfehlung. Wir raten dazu, dass man engen Kontakte nur zu Personen aus dem eigenen Haushalt und einigen anderen ausgewählten hat. Wir geben aber keine Zahl von fünf bis zehn Personen vor und sprechen auch nicht von sozialen Blasen“, so Bolette Søborg, Oberärztin bei der Gesundheitsbehörde.

„Idee ist gut“

Laut Mølbak sollte man versuchen, eine solche Personen-Gruppe zu finden, in der man sich dann den gesamten Herbst aufhält. Auch Søborg findet die Idee nicht schlecht.

„Man sollte ruhig probieren, eine Gruppe zu bilden. Es ist richtig gutes Expertenwissen, das vom Staatlichen Serum-Institut kommt – und wir hören darauf“, so Bolette Søborg.

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