Forschung

Dicke Babys werden intelligenter

Dicke Babys werden intelligenter

Dicke Babys werden intelligenter

cvt/videnskab.dk
Kopenhagen
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Dick ist nicht gleich doof – im Gegenteil. Foto: dpa

Auch geistig werden dicke Brocken häufig Schwergewichte: Dänische Forscher haben jetzt ermittelt, dass schwere Babys später intelligenter werden als Leichtgewichte. Doch zu schwer ist auch wieder nicht gut, zeigt die Studie...

Auch geistig werden dicke Brocken häufig Schwergewichte: Dänische Forscher haben jetzt ermittelt, dass schwere Babys später intelligenter werden als Leichtgewichte. Doch zu schwer ist auch wieder nicht gut, zeigt die Studie...

Eine großangelegte dänische Studie hat einen Zusammenhang zwischen dem Geburtsgewicht und der Intelligenz von Menschen nachgewiesen. Das berichtet videnskab.dk. Die Studie zeigt, dass dänische Babys, die bei der Geburt zwischen 3,5 und 4 Kilogramm gewogen haben – also am oberen Ende des Normalgewichts lagen – im Schnitt die intelligentesten Erwachsenen werden.

Babys, die bei der Geburt weniger als 2,5 Kilogramm wogen, haben der Untersuchung zufolge die durchschnittlich niedrigste Intelligenz als Erwachsene.

„Das Normalgewicht bei der Geburt definieren wir als 2,5 bis 4 Kilogramm, doch unsere Forschung zeigt, dass Personen, die am oberen Ende des Spektrums liegen, sich im Allgemeinen zu intelligenteren Erwachsenen entwickeln. Doch wenn es über vier Kilogramm werden, geht es in die andere Richtung“, so Trine Flensborg-Madsen von der Einheit für Medizinische Psychologie an der Uni Kopenhagen.

Sechs IQ-Punkte Unterschied

Der Unterschied der Intelligenz bei den Erwachsenen verlaufe linear zum Geburtsgewicht, berichtet die Wissenschaftlerin. Wer als Baby mehr wiegt, wird – im Schnitt – intelligenter. Doch nach vier Kilogramm geht es wieder leicht bergab.

„Das bedeutet aber ja nicht, dass alle, die bei der Geburt unter 2,5 Kilogramm wogen, weniger intelligent sind als die, die zwischen 3,5 und 4 Kilogramm gewogen haben. Aber es besteht ein klarer Zusammenhang zwischen Geburtsgewicht und Intelligenz“, so Trine Flensborg-Madsen.

Zusammenhang war bekannt

Schon früher war bekannt, dass das Geburtsgewicht und die Intelligenz zusammenhängen, berichtet Vera Ehrenstein, Professorin für klinische Medizin an der Uni Aarhus. Sie hat an der Studie nicht teilgenommen, auf dem Gebiet aber auch selbst geforscht. Andere Studien hätten dies gezeigt. „Und da wir wissen, dass die Intelligenz sich von der Kindheit bis in die 60er nicht besonders ändert, ist es wenig überraschend, dass die Forscher diesen Zusammenhang herstellen“, sagt sie. Sie wünscht sich nun mehr Aufschluss darüber, weshalb das Gewicht eine Rolle spielt.

Rauchen kann kleine Babys produzieren

Trine Flensborg-Medsen meint, dass zum Beispiel die Ernährung der Mutter Einfluss auf die Größe und die zukünftige Intelligenz des Kindes haben kann. „Vielleicht ist es ein Zeichen dafür, ob der Körper, und somit auch das Hirn, das bekommen hat, was er während der Schwangerschaft braucht“, sagt sie. Rauchen sei dabei ein starker Faktor – wiederholt hätten Studien gezeigt, dass Kinder rauchender Frauen kleiner werden.

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