Gesellschaft

Für jeden Zweiten müssen Lebensmittel nicht perfekt aussehen

Für jeden Zweiten müssen Lebensmittel nicht perfekt aussehen

Für jeden Zweiten müssen Lebensmittel nicht perfekt aussehen

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Viele würden auch Gemüse kaufen, das nicht perfekt aussieht. Foto: Scott Warman/Unsplash

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Viele Bürgerinnen und Bürger in Dänemark sind laut Umfrage auch bereit, Gemüse und andere Lebensmittel zu kaufen, die nicht die perfekte Größe und Form haben. Die Verbraucherbewegung „Stop Spild Af Mad“ jubelt.

Fast die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger ist bereit, ausrangierte Produkte im Supermarkt zu kaufen.

Das zeigt eine Umfrage des Analyseinstituts „Kantar Gallerup“, die von der Verbraucherbewegung „Stop Spild Af Mad“ (Stoppt die Lebensmittelverschwendung) in Auftrag gegeben wurde.

„Hässliches Gemüse und andere unförmige Lebensmittel benötigen mehr Zuspruch“, sagt die Gründerin und Vorsitzende der Bewegung, Selina Juul.

12 Prozent der Befragten antworten mit „Ja“, dass sie dazu neigen, „hässliches Gemüse, Obst und/oder andere aussortierte Produkte im Supermarkt“ zu kaufen.

35 Prozent antworten mit „Ja, aber zu einem reduzierten Preis“.

Umdenken hat stattgefunden

„Unsere neue Studie zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger die unvollkommenen Größen in den Ladenregalen immer positiver sehen. So etwas war fast undenkbar, als ich mit der Bewegung anfing“, so Juul.

16 Prozent antworten mit „Vielleicht“, 34 Prozent mit „Nein“ und 3 Prozent sagten „Weiß nicht“.

„Stop Spild Af Mad“ wurde 2008 gegründet und bekämpft seitdem Lebensmittelverschwendung.

Die Verbraucherbewegung arbeitet mit Dänemarks größten Lebensmittelproduzenten zusammen, um „hässliches Gemüse und andere aussortierte Lebensmittel in die Regale zu bekommen", heißt es in einer Pressemitteilung.

Darin steht auch, dass laut neuesten Zahlen der Umweltbehörde in Dänemark jährlich 814.000 Tonnen Lebensmittel weggeworfen werden.

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