Soziales

Sozialausgaben steigen erstmals seit 2011 wieder

Ritzau/dt
Kopenhagen
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Symbolbild Foto: Asger Ladefoged/Ritzau Scanpix

Wachsende Sozialausgaben in Dänemark von 1,2 Milliarden Kronen im laufenden Jahr gehen vor allem auf das Konto steigender Einwohnerzahlen. Doch auch per Einwohner wird erstmals acht Jahren wieder ein leichter Anstieg erwartet.

Einer Untersuchung des Nationalen Forschungs- und Analysezentrums für Wohlstand (Vive) zufolge wird es in diesem Jahr erstmals seit 2011 in Dänemark steigende Sozialausgaben geben.

Die Forscher erwarten im Durchschnitt einen geringen Anstieg um 14 Kronen per Einwohner, berichtete der Radiosender DR4 København.

Insgesamt rechnen die Kommunen dem Bericht zufolge mit 1,2 Milliarden Kronen Mehrausgaben bei den sogenannten „Serviceausgaben“, berichtet der Radiosender DR4 København. Der Milliardenbetrag komme jedoch durch eine steigende Einwohnerzahl zustande.

Regional gibt es darüber hinaus deutliche Unterschiede. In Slagelse, Jammerbugt und Brøndby steigen die Ausgaben voraussichtlich jeweils ungefähr um 1.000 Kronen per Einwohner, während sie in Frederikssund, Ikast-Brande und Rudersdal um den gleichen Betrag fielen. Die größte Steigerung der Ausgaben in 2019 wird in der Kommune Lolland mit 2.000 Kronen per Einwohner erwartet.

Besonders Ausgaben für sozial Benachteiligte ließen die Kosten dem Bericht zufolge steigen. Insgesamt würden für Wohnbetreuung für benachteiligte Kinder und Jugendliche, Missbrauchs-Behandlung, für Angebote für Ältere und Menschen mit Behinderung sowie das Gesundheitswesen mehr Geld aufgewendet.

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