Westküste

Strommasten oder Erdkabel: Energiebehörde ruft runden Tisch zusammen

Strommasten oder Erdkabel: Energiebehörde ruft runden Tisch zusammen

Strommasten oder Erdkabel: Energiebehörde lädt zur Anhörung

dodo
Kopenhagen
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Müssen die neuen Stromleitungen wirklich überirdisch verlegt werden? Eine Anhörung soll das nun klären. Foto: Energinet

Bei einer technischen Anhörung auf Christiansborg will die Energiebehörde beteiligte Akteure sowie Experten zusammenholen und über die Möglichkeit diskutieren, die geplanten Hochspannungsleitungen zwischen Holstebro und der deutsch-dänischen Grenze doch unter die Erde zu verlegen.

Nachdem sich Anfang des Monats verschiedene Experten kritisch dazu geäußert hatten, dass vom staatlichen Netzbetreiber „Energinet“ behauptet wird, es sei technisch nicht möglich, die geplante Stromtrasse an der Westküste komplett unterirdisch zu verlegen, will die Energiebehörde nun Licht ins Dunkel bringen.

Bei einer technischen Anhörung auf Christiansborg sollen der staatliche Netzbetreiber „Energinet“ und das Beratungsunternehmen WSP, das einen Untersuchungsbericht zu der Verlegung der Stromleitungen angefertigt hat, ihre Daten und Fakten genauer erläutern. Zudem sollen weitere externe Experten aus dem Energiebereich hinzugezogen werden. Das berichtet die Energiebehörde in einer Pressemitteilung.

Energinet hatte im September 2018 einen Bericht veröffentlicht, wonach aus technischer Sicht nur 15 Prozent der geplanten Kabelstrecke unterirdisch verlaufen könnten. WSP wurde anschließend beauftragt, diese Berechnungen zu überprüfen. WSP schrieb in seinem Abschlussbericht am Anfang, dass es mit vielen Punkten von Energinet übereinstimme, im Fazit der Untersuchung schrieb WSP allerdings, dass alle Alternativen zu überirdischen Hochspannungsmasten „mit den notwendigen Investitionen technisch machbar sind“.

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