Brücke

Feste Kattegatquerung weiterhin aktuell

Feste Kattegatquerung weiterhin aktuell

Feste Kattegatquerung weiterhin aktuell

Ritzau/hm
Kopenhagen
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Die bestehende Brücke über den großen Belt – die Idee einer festen Verbindung zwischen Ostjütland und der Insel Seeland verfolgt die Regierung weiter. Dies teilte der zuständige Minister mit. Foto: Mads Claus Rasmussen/Scanpix 2018

Die ehemalige rechtsliberale Regierung hatte eine Brücke über das Kattegat ins Spiel gebracht. Die jetzige sozialdemokratische Regierung verfolgt die Idee weiter.

Wie das Transport- und Wohnungsministerium mitteilt, wird die sozialdemokratische Regierung Dänemarks die bereits bestehenden Voruntersuchungen für eine Brücke über das Kattegat weiterführen.

Eine feste Verbindung zwischen Ostjütland und Seeland ist seit Jahren im Gespräch. Die ehemalige rechtsliberale Regierung hatte im Jahr 2018 60 Millionen Kronen für die Voruntersuchung abgesetzt, eine solche ist Voraussetzung für eine Beschlussfindung in der Politik. Geld wird im laufenden Haushaltsjahr 2020 weiter bereitgestellt. 2021 soll die Untersuchung abgeschlossen sein.

Nach den Worten von Transportminister Benny Engelbrecht soll es, wenn es zum Bau kommt, eine kombinierte Zug- und Autobrücke werden. Diese würde, so die Schätzung, die Reisezeit zwischen Aarhus und Kopenhagen bis zu eineinhalb Stunden verkürzen – sowohl für Bahnreisende als auch für Autofahrer.

Minister: Kürzere Reisezeit – weniger CO2-Emissionen

Engelbrecht denkt, dass mit einer markant geringeren Fahrzeit zwischen den Metropolen Aarhus und Kopenhagen die Zahl der Inlandsflüge markant fallen könnte. Seiner Ansicht nach würde das die CO2-Emissionen senken.

Die Kosten für einen Brückenschlag über das Kattegat wurden in früheren Untersuchungen mit 58 bis 136 Milliarden Kronen angegeben – abhängig davon, ob auch Züge verkehren sollen.

Diese könnten, so der Minister, wie in Dänemark üblich über eine Maut oder eine EU-Mitfinanzierung gedeckt werden. So müssten nicht Mittel aus anderen Projekten abfließen, so Engelbrecht, der auch den Einfluss eines solchen Großprojektes auf die Umwelt abwägen will.

Ideen zum Streckenverlauf bestehen bereits. Angedacht ist einerseits eine Verbindung von Hou südlich von Aarhus über die Insel Samsø nach Røsnæs auf Seeland, andererseits eine Verbindung zwischen Djursland und Sjællands Odde auf Seeland.

Als die ehemalige Regierung die Idee im Folketing präsentierte, stieß sie seinerzeit damit auf überwiegend positive Resonanz.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Das dunkle Netz“