Verteidigung

Neuer Kampfjet könnte teurer werden

Neuer Kampfjet könnte teurer werden

Neuer Kampfjet könnte teurer werden

Kopenhagen
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Die F-35 in der Luft Foto: Tech. Sgt. John Winn/SIPA/Ritzau Scanpix

Die Spannungen zwischen den Nato-Partnern USA und Türkei werden offenbar auch Dänemark treffen. Die bestellten neuen Kampfflugzeuge werden wohl teurer.

Die ersten zehn neuen F-35-Kampfjets von insgesamt 27, die Dänemark in den USA bestellt hat, könnten teurer werden. Wie die Zeitung „Altinget“ berichtet, sollte die Türkei 100 F-35 erhalten, entwickelt von den USA, Dänemark und einigen anderen Ländern. Doch nachdem die Türkei das russische Luftverteidigungssystem S-400 gekauft hat, wurde der Türkei auf Betreiben der USA der Kaufvertrag gekündigt. Die Vereinigten Staaten befürchten, dass Russland Einblicke in die Technologie der F-35 erhält, sollte die Türkei beide Waffen nutzen. 100 Flugzeuge weniger lassen den Anschaffungspreis nun offenbar steigen.

Henrik Lundstein, Direktor des Büros im Verteidigungsministerium für Materialeinkauf, sagte im Gespräch mit „Altinget“, er erwarte einen Anstieg der Kosten, bis sich die Produktion normalisiert habe. Die Höhe des Preisanstiegs ist der Zeitung zufolge nicht klar. Sie vermutet aber, dass die Flieger die dieses und kommendes Jahr ausgeliefert werden mehr kosten werden – und eventuell auch die, die 2021 und 2022 kommen.

Im Juni mussten die türkischen Piloten den US-amerikanischen Fliegerhorst verlassen, auf dem die Partnerländer üben; vergangene Woche mussten türkische Mitarbeiter das Büro in der Hauptstadt Washington verlassen, in den die Länder an dem Projekt F-35 arbeiten.

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