Verkehr

Keine Lkw-Rabatte in der neuen Großen-Belt-Absprache

Keine Lkw-Rabatte in der neuen Großen-Belt-Absprache

Keine Lkw-Rabatte in der neuen Großen-Belt-Absprache

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup Online-Redaktion
Kopenhagen/Odense
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Foto: Evan Hemmingsen/Sund&Bælt

Bei der neuen Absprache über die Preissenkungen für eine Überfahrt über die Großer-Belt-Brücke werden Lastwagen nicht berücksichtigt – zum Ärgernis für große dänische Unternehmen, die oft über die Brücke fahren.

Während Autofahrer ab 2018 rund 25 Prozent günstiger über die Großer-Belt-Brücke fahren können, gilt dies nicht für die vielen Laster, die täglich die Brücke überqueren. Das ist eine Folge der neuen Absprache, auf die sich die dänische Regierung am Donnerstagabend mit der Dänischen Volkspartei (DF) geeinigt hat, bestätigt der DF-Sprecher für Finanzen, Rene Christensen zu Fyens.dk.

„Wir haben uns nur auf Preisnachlässe für den Personenverkehr über die Brücke geeinigt. Doch das kommt auch der Wirtschaft zugute, denn die Arbeitskräfte können nun einfacher und günstiger zwischen den Landesteilen pendeln“, sagt Christensen. Er unterstreicht auch, dass beispielsweise Zimmereibetriebe oder Klempner viel Freude am Brücken-Rabatt haben werden.

Große Betriebe wie der Safthersteller Rynkeby, die Meierei Arla Foods oder das Frachtunternehmen Danske Fragtmænd müssen weiterhin Millionen für ihre täglichen Überfahrten bezahlen. Allein Danske Fragtmænd bezahlt rund 77 Millionen Kronen jährlich an Brückenabgaben. Arla mit 40 Millionen und Rynkeby mit sechs Millionen Kronen kommen im Vergleich günstiger davon.

Beim lokalen Wirtschaftsverband Fynsk Erhverv ist die Direktorin Jytte Reinholt enttäuscht. „Es ist ärgerlich, dass Unternehmen weiterhin für den Transport von Gütern zwischen Ost und West bezahlen müssen. Die Ausgaben für die Brücke spürt auch der Verbraucher, weil die Waren teurer werden“, so Reinholt zu Fyens.dk.

Sie wundert sich, dass die Parteien keinen wirtschaftlichen Gewinn für die Gesellschaft durch eine Senkung der Abgaben für Lkw sehen können. Doch zugleich freut sie sich über den Preisnachlass bei einer Brückenüberquerung und eine dritte Spur auf der Autobahn zwischen Ejby und Odense.

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