Banken

Minister will Geldwäschegesetz verschärfen

Minister will Geldwäschegesetz verschärfen

Minister will Geldwäschegesetz verschärfen

dodo/Ritzau
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Brian Mikkelsen
Brian Mikkelsen. Foto: Scanpix

Nachdem öffentlich wurde, dass über Nordea und Danske Bank in Lettland und Moldawien rund sieben Milliarden Kronen in Steueroasen geflossen sind, will Gewerbeminister Brian Mikkelsen (Konservative) nun eingreifen.

Nachdem öffentlich wurde, dass über Nordea und Danske Bank in Lettland und Moldawien rund sieben Milliarden Kronen in Steueroasen geflossen sind, will Gewerbeminister Brian Mikkelsen (Konservative) nun eingreifen.

Gewerbeminister Brian Mikkelsen von den Konservativen will Geldwäsche künftig stärker bestrafen. Es sei unakzeptabel, dass von 2011 bis 2014 rund sieben Milliarden Kronen von den dänischen Banken Nordea und Danske Bank in Moldawien und Lettland in Steueroasen auf den Seychellen und Panama geflossen seien.

Deshalb will er nun im Frühjahr mit einer breiten politischen Vereinbarung die Strafen für Geldwäsche verschärfen. Es habe bereits „gute Gespräche“ gegeben, so der Minister zur Nachrichtenagentur Ritzau. „Ich denke, dass wir eine gute Absprache finden werden, um das Geldwäschegesetz strenger zu machen. Der Kern der Sache ist ja, dass die Banken eine wichtige Aufgabe dabei erfüllen, Geldwäsche zu unterbinden“, so Mikkelsen. Die Banken hätten es nicht ernst genug genommen, dass Kriminelle einfach Geld über Landesgrenzen fließen lassen können. Deshalb müsse der Fall nun genauer untersucht werden.

Die Zeitung Berlingske berichtet, dass Untersuchungen in Lettland und Moldawien gezeigt hatten, dass über Nordea und Danske Bank rund sieben Milliarden Kronen in Steueroasen geflossen sind. Künftig sollen die Behörden in die Verwaltung der Banken eingreifen können, wenn diese ihrer Verantwortung nicht nachkommen.

Die Strafen müssen angehoben und die Ressourcen der Finanzaufsicht und Betrugsabteilung der Polizei aufgestockt werden, meint Brian Mikkelsen. Für ihn sei dies ein besonders ernstes Thema, da es sich um große Summen handele, die möglicherweise zur Finanzierung von Terror oder Drogengeschäften verwendet werden.

Mehr lesen

Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Einseitige Grenzöffnung“