Staatliche Arbeitsplätze

Doch kein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk für die Provinz-Kommunen

Doch kein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk für die Provinz-Kommunen

Doch kein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk für die Provinz-Kommunen

Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Regierungschef Lars Løkke Rasmussen Foto: Scanpix

Die von Regierungschef Lars Løkke Rasmussen für Dezember angekündigte Auslagerung von staatlichen Arbeitsplätzen in die Provinz-Kommunen verschiebt sich auf Januar. Grund sind die anhaltenden Verhandlungen um eine Steuerreform. Die Gewerkschaft Djøf ist sauer.

Nun wird es doch nichts mit dem von Regierungschef Lars Løkke Rasmussen angekündigten vorzeitigen Weihnachtsgeschenk für die Provinz-Kommunen in Dänemark. Weil sich die Verhandlungen der Regierung mit sich selbst und der Dänischen Volkspartei um eine Steuerreform und eine Verschärfung der Ausländerpolitik hinziehen, wird die für Dezember angekündigte nächste Auslagerungs-Etappe staatlicher Arbeitsplätze aus Kopenhagen erst einmal verschoben.

Die Ministerin für öffentliche Innovationen, Sophie Løhde (Venstre), sagte dazu zu Danmarks Radio: „Wir hatten angekündigt, dass wir eine neue Runde im Dezember durchführen werden, aber wir müssen einsehen, dass es derzeit Dinge gibt, die zuerst geregelt werden müssen und wir erst im Januar dafür bereit sind.“

Ministerin will nichts überstürzen

Sie wolle jetzt vor Weihnachten nichts mehr überstürzen, weil es den betroffenen Angestellten und ihren Familien gegenüber wichtig sei, dass alles ordentlich ablaufe, so die Ministerin.

2015 hatte die Regierung einen Plan zur Auslagerung von 3.900 staatlichen Arbeitsplätzen aus der Hauptstadt in die Provinz-Kommunen präsentiert. Mehr als 2.500 dieser Stellen wurden bisher verlegt.

Gewerkschaft beklagt Verspätung

Die Gewerkschaft Djøf ist mit der Verspätung nicht einverstanden. Es sei sehr schlecht, dass die staatlichen Angestellten nun noch länger auf eine Antwort warten müssen, ob ihr Arbeitsplatz verlegt wird, sagt die Vorsitzende von Djøf, Sara Vergo, zur Nachrichtenagentur Ritzau. „Sehr viele von unseren Mitgliedern warten seit Oktober auf eine Antwort. Es ist nicht sehr erfreulich, dass sie nun noch länger hingehalten werden“, so Vergo.

Diese Auslagerungs-Etappe betrifft insgesamt 1.500 Mitarbeiter der Steuerbehörde Skat. Während 1.000 der Stellen neu geschaffen werden, werden 500 bestehende von der Hauptstadt in andere Landesteile verlegt.

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