Region Süddänemark

Grenzüberschreitend Wegfall regionaler Wirtschaftsförderung

Grenzüberschreitend Wegfall regionaler Wirtschaftsförderung

Grenzüberschreitend Wegfall regionaler Wirtschaftsförderung

Peter Lassen
Peter Lassen Hauptredaktion
Vejle
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Stephanie Lose
Stephanie Lose Foto: Region Syddanmark

Süddänemarks Regionsvorsitzende Stephanie Lose bedauert, dass direkter regionaler Einfluss fehlen wird.

Die Regionsvorsitzende Süddänemarks, Stephanie Lose (Venstre), hat auch als Vorsitzende von Danske Regioner die Neuordnung der dänischen Wirtschaftsförderung ohne Einbeziehung der Regionen scharf kritisiert. In gewisser Weise könne die neue Struktur auch negativen Einfluss auf grenzüberschreitende Projekte bekommen.

„Ja, denn das regionale Wachstumsforum hat bisher eine Reihe von Interreg-Projekten mitfinanziert. Das dürfen wir zukünftig nicht mehr – zumindest muss die Förderung über die zentrale Instanz Danmarks Erhvervsfremmebestyrelse laufen. Wir dürfen gar nichts mehr anfassen, was mit Wirtschaftsförderung zu tun hat. Die Region darf gerne aus dem eigenen Etat Projekte im Gesundheitsbereich ankurbeln, aber sobald da irgendwie Wirtschaftsförderung mitspielt, muss auch das über die zentrale Behörde laufen.“

Stephanie Lose bedauert, dass damit die regionale Einflussnahme und die Rücksicht auf örtliche Besonderheiten in den Hintergrund gedrängt werden oder entfallen. Gerade dies habe unter anderem bei innovativen Technologievorhaben im Raum Sonderburg oder anderswo in Süddänemark großen Erfolg gehabt. Auch im Bereich Tourismus werde man zukünftig kaum powern können.

„Ansonsten können wir uns weiterhin – moralisch – voll einbringen mit unserem Engagement – aber eben ohne Mitfinanzierung. Es ist ärgerlich, dass man unsere Möglichkeiten der direkten Einflussnahme nicht berücksichtigt hat. Das ist traurig“, so Lose mit dem Hinweis, dass der Spielraum damit etwas eingeschränkt worden sei. So werden der Region Süddänemark knapp 107 Millionen Kronen entzogen, die man bisher jährlich in die Wirtschaftsförderung einbringen konnte. Auch die Strukturfondsmittel entziehen sich zukünftig der Regie der Region.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Einseitige Grenzöffnung“