Immobiliensteuern

Teuerste Immobilien werden stärker besteuert

Teuerste Immobilien werden stärker besteuert

Teuerste Immobilien werden stärker besteuert

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Kristian Jensen, Mette Frederiksen
Kristian Jensen und Mette Frederiksen stellten die Übereinkunft vor. Foto: Ida Marie Odgaard/Scanpix

Einigung: Die staatliche Grundsteuer wird auf 0,55 Prozent festgesetzt. Doch Immobilien im Wert von mehr als sechs Millionen Kronen werden stärker besteuert.

Einigung: Die staatliche Grundsteuer wird auf 0,55 Prozent festgesetzt. Doch Immobilien im Wert von mehr als sechs Millionen Kronen werden stärker besteuert.

Weder die von der Regierung geplante „Flatrate“ für Immobiliensteuern noch der festgefrorene Bodenzins sind Teil der Absprache, auf die sich Regierung, Sozialdemokraten, Dänische Volkspartei und die Radikale Venstre am Dienstag geeinigt haben. Dennoch meint Steuerminister Kristian Jensen (Venstre), dass die neuen Steuerregeln den dänischen Hausbesitzern über Jahre Sicherheit und Stabilität garantieren.

„Wir haben eine historische Absprache über die Besteuerung von Wohnimmobilien getroffen“, sagte er am Dienstag. „Mit der Absprache geben wir den Hausbesitzern Sicherheit. Wir frieren die Steigerungen ein, die es gegeben hätte. Die Hausbesitzer wissen also, was sie bezahlen sollen“, so Jensen weiter.

Von 2018 bis 2020 kann der Bodenzins (grundskyld) auf einen Zins von null Prozent festgefroren werden. Danach gilt eine dauerhafte Regelung, dass sämtliche nominellen Steigerungen der Immobiliensteuern, also Bodenzins und staatliche Grundsteuer (ejendomsværdiskat) eingefroren werden. Dieser Satz gilt bis spätestens zum Verkauf der Immobilie, bei dem der eingefrorene Betrag dann bezahlt werden muss.

Sehr teure Häuser werden höher besteuert

Bei Häusern, die mehr als sechs Millionen Kronen wert sind, wird der Teil, der die sechs Millionen Kronen übersteigt, mit 1,4 Prozent besteuert. Allerdings wird hier das sogenannte „Vorsichtsprinzip“ angewandt – das bedeutet, dass 20 Prozent des Schätzwertes abgezogen werden. Deshalb sind reell nur Immobilien betroffen, die auf dem Papier mindestens 7,5 Millionen Kronen wert sind. Alle Immobilien unter sechs Millionen (bzw. 7,5 Millionen) Kronen werden mit 055 Prozent vom Staat besteuert.

Die Sozialdemokraten hatten sich dafür eingesetzt, dass es keine großen Steuersenkungen geben würde. „Es ist ein ausgeglicheneres Ergebnis. Doch das Wichtigste ist, dass es eine breite Übereinkunft ist“, sagt deren Vorsitzende Mette Frederiksen. Wie sie sieht auch der Vorsitzende der Dänischen Volkspartei, Kristian Thulesen Dahl, es positiv, dass die Besitzer der teuersten Häuser mehr Steuern zahlen müssen.

Die jetzige Absprache sei dadurch wesentlich billiger als das, was die Regierung ursprünglich geplant hatte – 19 Milliarden Kronen anstatt 32 Milliarden Kronen kostet sie.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Einseitige Grenzöffnung“