Energie

Viking Link verbindet Großbritannien mit Dänemark

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PauSe
Fredericia
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Foto: Dong Energy

Die Überproduktion von Windradstrom wird über ein Seekabel nach Großbritannien exportiert und eröffnet der grünen Umstellung neue Möglichkeiten.

Das Seekabelprojekt Viking Link, durch das Dänemark seinen überschüssigen grünen Strom nach Großbritannien exportieren will, wird acht Milliarden Kronen verschlingen. Der Überschussstrom macht auf Jahresbasis 76 GW/h aus, das sind knappe 1,8 Prozent der gesamten dänischen Jahresproduktion.

Darauf angesprochen erläutert Søren Dupont Kristensen von der selbstständigen staatlichen Netzbetreibergesellschaft Energinet: „Wir wollen den nachhaltig produzierten Strom nicht einfach abschreiben und mit dem Seekabel eröffnen sich neue Möglichkeiten, unsere grüne Umstellung zu fördern.“ Die britischen Produktionsausgaben sind höher als in Dänemark, und daher ist der dänische Überschussstrom für die Briten attraktiv. Die Finanzierung geht zulasten der dänischen Elektrizitätskunden, die über eine 40-jährige Armortisationsperiode 0,01 Krone mehr pro Kilowattstunde blechen müssen.

Laut Informationen des Energieministeriums werden die Verbraucher mit sieben bis acht Milliarden Kronen zusätzlich belastet, während die Stromproduzenten wie Ørsted und Vattenfall Einnahmesteigerungen von neun bis zehn Milliarden Kronen einstreichen können. Viking Link soll eine Länge von 770 Kilometern haben.

Dupont Kristensen rechnet mit einem Übertragungsverlust von nur 3,5 Prozent, weil der Strom als Gleichstrom durch das Kabel geschickt werden soll. Durch das Kabel soll bei Bedarf auch Strom aus Deutschland auf die Britischen Inseln übertragen werden. Deutschland ist Europas größter Stromexporteur.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Made in Sonderburg“