Kryptowährungen

Nordea verbietet seinen 31.000 Mitarbeitern den Kauf von Bitcoins

Nordea verbietet seinen 31.000 Mitarbeitern den Kauf von Bitcoins

Nordea verbietet seinen 31.000 Mitarbeitern den Kauf von Bitcoins

Kopenhagen
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Foto: Scanpix

Man wolle verhindern, dass Angestellte in unethische oder kriminelle Situationen kommen, so die Begründung der Bank. Das Verbot gilt ab Anfang März.

Die Großbank Nordea verbietet es künftig all seinen 31.000 Mitarbeitern, Bitcoins und andere Kryptowährungen zu kaufen.

„Es ist ein sehr unregulierter Markt. Wir haben Angst, dass die Mitarbeiter unwissentlich in einer Situation enden, die unethisch oder sogar kriminell ist“, so die Pressechefin der Bank, Stine Green Paulsen, zu finans.dk.

Die neue Vorschrift wurde den Angestellten am Montag mitgeteilt. Sie tritt ab dem 28. Februar 2018 in Kraft. Mitarbeiter, die allerdings schon im Besitz von Kryptowährungen sind, werden nicht gezwungen, diese zu verkaufen.

„Wir zwingen die Angestellten nicht, die Kryptowährungen zu verkaufen, diese sie heute bereits besitzen, sodass es möglicherweise zu Verlusten kommt. Doch wir empfehlen ihnen, dass sie keine haben sollten“, so Stine Green Paulsen.

Höhenflug und Fall des Bitcoins

Vor allem der Bitcoin erlebte 2017 einen Höhenflug. Kostete ein Bitcoin Anfang des Jahres noch 1.000 Dollar stieg der Preis bis Jahresende auf rund 20.000 Dollar an. Seit Jahresbeginn 2018 ging es dann wieder bergab. Derzeit liegt der Bitcoinwert bei knapp 11.000 Dollar.

Einige Experten, wie der Präsident der dänischen Nationalbank, Lars Rohde, warnen vor Kryptowährungen, da keine Behörde für sie zuständig ist und man auf eigene Verantwortung handelt. Es gebe bei Bitcoin-Geschäften keinen Verbraucherschutz, so Rohde.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Einseitige Grenzöffnung“