Preisentwicklung

Preise für Eigentumswohnungen stagnieren

Preise für Eigentumswohnungen stagnieren

Preise für Eigentumswohnungen stagnieren

Charlotte Hülser/ Ritzau
Dänemark
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Die Preise für Eigentumswohnungen stagnieren seit dem vergangenen Sommer. Foto: dpa

Das erste Mal seit sieben Jahren haben sich die Preise für Eigentumswohnungen nicht erhöht. Die Jahre zuvor waren sie zwischen acht und neun Prozent gestiegen.

Die Preise für dänische Eigentumswohnungen stagnieren. Das Bild, das sich in diesem Sektor die vergangenen Jahre zeigte, hat sich gewandelt. Laut einer Aussage von „Boligsiden“ sind die Preise für diese Wohnungen seit dem vergangenen Sommer um null Prozent gestiegen.

Die Quadratmeterpreise lagen im Juli genau wie im vergangenen Jahr landesweit im Durchschnitt bei 27.700 Kronen. Eine Wohnung mit durchschnittlich 100 Quadratmetern kostet so 2,77 Millionen Kronen.

Die vergangenen Jahre lagen die Preissteigungen zwischen acht und neun Prozent, seit dem vergangenen Sommer ist aber alles anders, wie die Nachrichtenagentur Ritzau berichtet. Diese Entwicklung ist primär auf Kopenhagen und Aarhus zurückzuführen, die etwa die Hälfte aller Wohnungen in Dänemark verzeichnen.

„Das ist eine interessante Entwicklung. Wir haben viele Jahre lang einen wirklich hohen Preisanstieg bei Wohnungen gehabt“, sagt Birgit Daetz, Wohnungsökonomin bei Boligsiden.

Verschärfte Regeln

„Von öffentlicher Seite gab es Bedenken hinsichtlich der steigenden Preise, deshalb wurden vielerorts die Regeln verschärft“, sagt sie weiter. Diese Verschärfungen, die Anfang des Jahres 2018 in Kraft traten, sorgten in Kombination mit den steigenden Preisen dafür, dass sich weniger Menschen eine Eigentumswohnung leisten konnten, was wiederum den Anstieg der Preise verhindert hatte.

Die festgelegten Verschärfungen umfassen, dass hochverschuldete Haushalte keine Hypotheken mit kurzer Laufzeit und Tilgungsfrist erhalten können. Darüber hinaus müssen seit 2015 zukünftige Eigentumsbesitzer fünf Prozent des Kaufpreises für die Immobilie selbst aufbringen.

Die Wohnungspreise in Kopenhagen und Aarhus sind die vergangenen Jahre um zwei beziehungsweise ein Prozent gesunken, im Gegensatz dazu sind die Preise für Wohnungen in Städten wie Vejle, Odense und die Kommunen rund um Kopenhagen gestiegen. „Durch die hohen Preise schauen jetzt mehr Menschen etwas mehr außerhalb der Großstädte, weil die Wohnungsinteressenten sehen, dass sie dort mehr für ihr Geld bekommen können“, so Daetz.


Während die Preise für Wohnungen im vergangenen Jahr stagnierten, sind die Preise für Einfamilien- und Reihenhäuser um zwei Prozent gestiegen. Ein Quadratmeter Haus koste nun 14.319 Kronen, so Birgit Daetz.

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