Vor Gericht

Anhörung abgesagt: Britta Nielsen ist wieder krank

Anhörung abgesagt: Britta Nielsen ist wieder krank

Anhörung abgesagt: Britta Nielsen ist wieder krank

Ritzau/kj
Kopenhagen
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Nima Nabipour (Mitte) ist der Verteidiger im Fall Britta Nielsen. Foto: Philip Davali/Ritzau Scanpix

Aufgrund einer Krankmeldung von Britta Nielsen wird die Anhörung am Freitag im Gericht von Kopenhagen abgesagt.

Britta Nielsen ist wieder erkrankt und kann daher nicht an der Anhörung am Freitag teilnehmen. Dies erklärt die Vorsitzende des Gerichts, Vivi Sønderskov Møller, in Kopenhagen, meldete die Nachrichtenagentur Ritzau. Es ist ungewiss, was Britta Nielsen fehlt. Es ist auch nicht bekannt, ob die Krankmeldung in der ersten Woche des Falles etwas mit ihrer jetzigen Krankheit zu tun hat.

Bei der heutigen Anhörung war geplant, dass mehrere ehemalige Kollegen von Britta Nielsen aussagen. Stattdessen will die Staatsanwaltschaft zusätzliche Beweise vorlegen. Ihr Verteidiger Nima Nabipour wird dem jedoch nicht zustimmen. Er weist darauf hin, dass er erst die Zustimmung seiner Mandantin einholen muss, damit der Fall auch dann weiterlaufen kann, wenn sie nicht anwesend ist. Nachdem er sie angerufen hat, teilt er dem Gericht mit, dass Britta Nielsen einer Anhörung ohne ihre Teilnahme am Freitag nicht zustimme. Somit ist die heutige Anhörung abgesagt.

Straffer Zeitplan

Wenn man strafrechtlich verfolgt wird, hat man das Recht, vor Gericht anwesend zu sein. Das Gericht wurde am Freitagmorgen um 8.30 Uhr über die Krankmeldung Nielsens informiert. Damit wird es schwer, den Terminplan einzuhalten. Eigentlich hätte es Ende November ein Urteil geben sollen. Tatsächlich ist nicht bekannt, wann der Fall nun abgeschlossen werden kann.

Die Vorsitzende des Gerichts wünscht sich, dass ein weiterer Tag vor Gericht angesetzt wird, aber Nima Nabipour sagt, er habe einen sehr engen Zeitplan und werde es daher sehr schwer haben, einen zusätzlichen Tag zu finden. „Das ist sehr bedauerlich“, sagt die Vorsitzende Vivi Sønderskov Møller.

Britta Nielsen wurde am ersten Tag des Verfahrens nach der Mittagspause von einem Krankenwagen abgeholt. Sie nahm am folgenden Tag nicht an der mündlichen Verhandlung teil. Die Verhandlungen gingen ohne sie weiter.

Britta Nielsen wird vorgeworfen, während ihrer Tätigkeit im Gesundheits- und Sozialamt den Staat um rund 117 Millionen Kronen aus öffentlichen Kassen betrogen zu haben. Sie hat bestätigt, dass sie das Geld an sich selbst überwiesen hat.

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