Modellprojekt Sport

„Wir können nicht gleich mit allen Angeboten starten“

„Wir können nicht gleich mit allen Angeboten starten“

„Wir können nicht gleich mit allen Angeboten starten“

Ulrich Schröder/shz.de
Flensburg
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Gemeinsam für den Sport in Flensburg: Hintere Reihe von links: Hanno Reese, Susanne Braas (beide Sportverband), Prof. Dr. Jürgen Schwier (Europa-Uni), Oberbürgermeisterin Simone Lange; Ingo Dewald (Vorsitzender Sportverband). Vorne von links: Petra Obermark (TSB Flensburg), Ulf Kohlmann (Flensburger Tanzclub) und Björn-Oliver Derichs (Dart SV Flensburg). Kohlmann und Derichs sitzen auch im Vorstand des Sportverbandes. Foto: Benjamin Nolte

Sportverband, Vereine, Stadt und Europa-Universität sprechen sich über das Flensburger Sport-Modellprojekt ab.

Modellprojekt Sport – und Flensburg ist dabei. Nachdem die Sammelbewerbung von Sportverband Flensburg, TSB, Flensburger Tanzclub und Dart SV am Dienstag den Zuschlag vom Innenministerium bekommen hatte (wir berichteten), ging es bei einem Treffen im Stadion jetzt um die Ausgestaltung – wie können Öffnungsschritte vorgenommen werden, die sich auch zukünftig anwenden lassen?

„Aufgrund unserer Infrastruktur und unserer personellen Ressourcen sowie der engen Zusammenarbeit mit der Stadt Flensburg und der Abteilung Sportwissenschaft der Europa-Universität können wir diese Schritte gehen“, sagt Ingo Dewald, der Vorsitzende des Sportverbandes.

Wissenschaftliche Begleitung

Die kooperative Bewerbung aus Sport, Stadt und Wissenschaft stellt umfassende Hygiene- und Schutzkonzepte sicher. Weitere Kriterien sind unter anderem der Nachweis eines tagesaktuellen negativen Testergebnisses zur Teilnahme am Sportbetrieb, die Rückkopplung zum Gesundheitsamt und die Entwicklung des lokalen Infektionsgeschehens. Im Rahmen der wissenschaftlichen Evaluation durch Prof. Dr. Jürgen Schwier von der Abteilung Sportwissenschaft werden die Sport- und Bewegungsaktivitäten erfasst.

Der Dartsport-Verein, der Flensburger Tanzclub und der TSB sind dabei – der Sportverband hätte sich mehr Resonanz gewünscht. Allerdings war die Zeit für ein umfassendes Konzept knapp – das Innenministerium hatte die Ausschreibung am 26. März kommuniziert, Einsendeschluss war zwölf Tage später, am 7. April.

Kritik von anderen Vereinen

„Der Landessportverband und der Sportverband haben das sofort kommuniziert und die Vereine informiert. Jeder hätte eine Bewerbung einreichen können“, sagen Susanne Braas vom Sportverband und Petra Obermark vom TSB übereinstimmend. Sie berichteten, dass es Kritik von anderen Vereinen gegeben habe.

Petra Obermark betont: „Wir können nicht gleich mit allen Angeboten am Montag starten, müssen auch Rücksicht auf unsere Trainerinnen und Trainer nehmen. Und vielleicht gibt es auch Mitglieder, die noch keinen Sport machen wollen, weil die Auflagen hoch sind.“

Es gibt noch eine Menge zu tun. „Für alle Beteiligten ist dieses Modellvorhaben eine ungewohnte Situation, die wir nur im solidarischen Miteinander bestreiten können. Unser Ziel ist es, auf diesen kleineren Kreis aufzubauen, um so schnell wie möglich wieder ganz Flensburg bewegen zu können“, resümiert Dewald.

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