Natur und Umwelt

Unsere Alltag-Tipps: So nutzen wir Ressourcen achtsam

Unsere Alltag-Tipps: So nutzen wir Ressourcen achtsam

Unsere Alltag-Tipps: So nutzen wir Ressourcen achtsam

Apenrade/Aabenraa
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Eine Regentonne im Garten hilft dabei, Trinkwasser einzusparen. Foto: Karin Riggelsen

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Nachhaltiger Alltag: Ob wir duschen, ein neues T-Shirt kaufen oder ein Geschenk üppig in Plastikfolie verpacken – wir verbrauchen dafür Ressourcen, die endlich sind. Und wir hinterlassen unendlich viel Müll. Das „Nordschleswiger“-Team verrät, wie es ganz einfach auch anders geht.

Die Umwelt schonen heißt: weniger Müll produzieren sowie Wasser und andere Ressourcen nicht unnötig vergeuden. Aber es geht auch darum, das Vorhandene achtsamer und nachhaltiger zu nutzen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des „Nordschleswigers“ geben hier weiter, was sie selbst in Haus und Garten dafür tun – oder eben nicht tun – und was schließlich ein Gewinn sein kann für die, die nach uns kommen.

Im Haushalt

Plastikmüll

  • Leitungswasser trinken. Das spart Unmengen von Plastikflaschen ein, bzw. Glasflaschen.
  • Plastikhüllen von Toilettenpapier, Küchenrollen usw. als Müllbeutel verwenden; dafür eignen sich auch Haferflocken-, Nudel-, Kaffee- und Brottüten und vieles mehr.
  • Richtige Seifenstücke benutzen statt Flüssigseife oder Duschgel in Plastikflaschen; auch Shampoo ist mittlerweile in Form eines Seifenstückes zu haben, sodass man nicht zwingend Plastikflaschen kaufen muss. Auch Haarseife gibt es in Papier verpackt.
  • Für den Bioabfall keine Mülltüten benutzen. Wird der Mülleimer regelmäßig gesäubert, dann ist das kein Problem.
  • Lebensmittelreste im Topf oder auf dem Teller lassen und mit einem anderen Teller abdecken, so spart man Frischhalte- oder Alufolie. Auch das belegte Brot für die Arbeit nicht darin einwickeln, sondern abwaschbare Behälter verwenden oder Butterbrottüten.
  • Bei allem, was im Bad anfällt, etwa an Kosmetikartikeln, schauen, wo Wegwerfprodukte durch Wiederverwendbares ersetzt werden können.
  • Zum Einkaufen einen Korb, gebrauchte Papiertüten oder Stoffbeutel mitnehmen.
Wer zum Duschen oder Händewaschen Seife im Stück nutzt, spart Plastikflaschen mit Flüssigseife ein. Foto: Karin Riggelsen

Energie

  • Mit der Restwärme des Herds oder Backofens arbeiten und so die ganze Wärme ausnutzen. Beispielswiese die Herdplatte schon einige Minuten früher abschalten, denn die Restwärme reicht noch aus, um das jeweilige Gericht fertig zu garen.
  • Elektrogeräte nachts ausschalten, bzw. den Wandschalter kippen oder den Stecker ziehen.
  • Energiesparbirnen benutzen.
  • Wäsche so oft wie möglich draußen trocknen statt den Wäschetrockner anzuwerfen.
  • Lebensmittel aus dem Gefrierfach im Kühlschrank auftauen lassen, um die Kälte an den Kühlschrank abzugeben.
Beim Waschen von Obst und Gemüse das Wasser in einer Schüssel auffangen und es für den Garten nutzen. Foto: Karin Riggelsen

Wasser

  • Unter der Dusche beim Einseifen von Körper und Haaren das Wasser abdrehen – es muss nicht die ganze Zeit laufen. Das gilt auch für das Zähneputzen.
  • Das Wasser vom Kartoffelkochen am nächsten Tag verwenden, um beispielsweise Reis zu kochen.
  • Das kochende Wasser, das in der Küche anfällt, lässt sich auch als Abflussreiniger verwenden – im Ausguss in der Küche ebenso wie im Waschbecken im Badezimmer (statt chemischer Produkte).
  • Kleidung erst dann waschen, wenn sie wirklich schmutzig ist.
  • Sich öfter mal waschen statt zu duschen – das spart nicht nur Wasser, sondern schont auch die natürliche Flora der Haut.
  • Und noch etwas ganz Besonderes: Eine Kollegin hat einen unterirdischen Öltank, der wegen der Umstellung auf Erdgas eigentlich hätte abgebaut werden sollen. Mit Erlaubnis der Kommune durfte der intensiv gereinigte Tank bleiben und fängt nun das Regenwasser des Garagendachs auf. Mit einer altmodischen Pumpe wird das Wasser heraufbefördert und wässert nicht nur den Garten, sondern auch die Blumen im Haus.

Kosmetikartikel

  • Taschentücherbox durch Stofftücher ersetzen, die aus alten T-Shirts geschnitten wurden. Benutzte Tücher in einem alten Kissenbezug sammeln und mit in die 60-Grad-Wäsche geben, wenn sie dran ist. Das nimmt nicht viel Platz in der Maschine ein, und gewaschen wird sowieso.
  • Wer als Wäscheschutz Slipeinlagen benutzt, kann auf wiederverwendbare umsteigen.
  • Statt Tampons oder Binden eine Menstruationstasse benutzen.
  • Wiederverwendbare Wattepads aus Stoffresten nähen – für die raue Seite ein altes Handtuch nehmen und für die glatte Seite alten Baumwollstoff, etwa ein löchriges Oberhemd.
  • Bei in Plastik verpackten Artikeln, wie etwa Shampoo, Creme, Zahnpasta, darauf achten, dass die Tuben wirklich leer sind, bevor man sie wegwirft. Einfach aufschneiden – häufig sind noch mehrere Portionen drin.

Textilien

  • Wenig Kleidung kaufen. Tauschen oder gebrauchte Textilien wählen (manchmal ist es einfach schön, etwas anderes zu haben, ohne dass es etwas Neues sein muss).
  • Aus alten Hemden Einkaufsbeutel nähen, alte Unterhemden in der Werkstatt als Lappen benutzen und alte Klamotten als Gartenarbeitskleidung.
  • Reißverschlüsse und Knöpfe von verschlissenen Textilien raus- bzw. abtrennen und anderweitig verwenden.
  • Aus alter Bettwäsche Putzlappen machen.
  • Verschlissene Jeans in Shorts umwandeln.

Putzmittel

  • Mit Reinigungsmitteln arbeiten, die auf natürlichen Stoffen basieren. Essig und Zitronensäure sind super gegen Kalk und biologisch abbaubar.
  • Putzmittel selbst herstellen: Essig aufkochen und – wenn es noch ziemlich heiß ist – zu gleichen Teilen mit Geschirrspülmittel (pH-Wert am besten 4-4,5) mischen und in eine Sprühflasche füllen.
  • Putzlappen aus Baumwolle stricken.
  • Teeränder aus Bechern lösen sich schnell, indem man etwas Backpulver und heißes Wasser hineingibt.

Essensreste

  • Essensreste kriegt oft der Hund, ein Mitarbeiter, der selbst kein Hundehalter ist, sammelt die Reste im Kühlschrank für den Hund des Bruders, den er einmal in der Woche trifft.
  • Über schrumpelige Äpfel freuen sich noch die Amseln im Garten.

Sonstiges

  • Marmeladengläser oder Ähnliches mit Kindern zusammen bemalen;
  • Joghurt oder Ähnliches in Schraubgläser abfüllen für den Mittagspausensnack;
  • Blumensamen, die man verschenken oder erst später aussäen möchte, in leeren Gläsern.
  • Statt Geschenkband aus Kunststoff bunte Wollreste verwenden.

Das in der Küche aufgefangene Wasser kann zum Blumengießen verwendet werden. Foto: Karin Riggelsen

Im Garten

  • Regenwasser in einer Tonne sammeln und nutzen.
  • Wasser, das beim Abspülen von Obst, Gemüse oder Kartoffeln anfällt, auffangen und damit zum Beispiel die Blumen auf der Terrasse oder Gartenbeete gießen. Gleiches gilt für Wasser, das beim Zähneputzen oder in der Dusche ungenutzt abläuft, bevor es ausreichend warm ist.
  • Nudelwasser kann zum Beispiel abgekühlt zum Wässern von Pflanzen verwendet werden; Wasser vom Eier- oder Kartoffelkochen ebenso.
  • Organischen Abfall kompostieren. Das ist auch in kleinen Gärten möglich und spart den Kauf von Blumenerde, die meist in Plastiksäcken verpackt ist.
  • Beim Pflanzenkauf darauf achten, dass sie nicht in Kunststofftöpfen verpackt sind.
  • Beim Kauf von Obstbäumen auf Bio-Ware zurückgreifen, weil die Baumschule keine chemischen Mittel eingesetzt hat.
  • Von Johannis- oder Stachelbeeren etwa selbst Ableger nehmen und sie tauschen oder verschenken.
  • In der Brutzeit von Vögeln von März bis Mai auf größere Aktivitäten im Garten verzichten und keine Büsche schneiden, um die Familienplanung von Zaunkönigen, Amseln, Rotkehlchen, Heckenbraunellen & Co nicht zu stören.
  • Den Garten so gestalten, dass bestäubende Insekten möglichst das ganze Jahr über blühende Pflanzen vorfinden.
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