Leitartikel

Eine erfreuliche Null bei den (meisten) Kindern

Eine erfreuliche Null bei den (meisten) Kindern

Eine erfreuliche Null bei den (meisten) Kindern

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
Apenrade/Aabenraa
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Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

Auch wenn die Zahl der Verkehrstoten gefallen ist, es sterben jedes Jahr immer noch 175 Personen auf den dänischen Straßen. Ein guter Grund, stets aufmerksam zu ein, meint Chefredakteur Gwyn Nissen.

Wir kennen sie alle: Die Verkehrssicherheitskampagnen, die uns jedes Jahr rechtzeitig zum Schulbeginn daran erinnern sollen, auf die Schulkinder im Verkehr aufzupassen. Die gute Nachricht: Sie haben einen Effekt. Seit 2001 ist die Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die in Dänemark im Verkehr sterben, drastisch gefallen.

Überhaupt gibt es heute im Verkehr weniger Tote als vor 17 Jahren. In fast allen Altersgruppen ist die Zahl der Opfer halbiert oder noch mehr gefallen. Am markantesten bei den Kindern und Jugendlichen. 2017 gab es erstmals in der Geschichte keine Verkehrstoten unter den 0 bis 6-Jährigen, auch keine bei den 15 bis 16-Jährigen und „nur“ drei bei den 7 bis 14-Jährigen. Alles in allem unter den Jugendlichen (unter 18 Jahren) also vier Verkehrsopfer. 2001 waren es noch 44 dänemarkweit.

Zum einen sind Autofahrer durch stetige Kampagnen aufmerksamer geworden. Zum anderen sind Autos und Lastwagen heute besser ausgerüstet denn je. In den vergangenen Jahren gehören immer mehr Sicherheitssysteme zur Basisausrüstung von Neufahrzeugen. Oder die Besitzer investieren darin.

Zum Beispiel kaufen dänische Fuhrunternehmer immer häufiger Lkw-Assistenzsysteme dazu: Erwarben 2014 zwischen 34 und 54 Prozent der Fuhrunternehmer noch zusätzliche Sicherheit durch Regensensoren, Kollisionsalarme, adaptive Tempomaten oder Spurwechselassistenten, sind es in diesem Jahr laut Fuhrunternehmerverband DTL 59 bis 65 Prozent.

Die Zahlen belegen: Das Bündel – Kampagnen und Assistenzsysteme – hat einen positiven Effekt.

Dass man aber weiterhin am Ball bleiben muss, zeigen die Zahlen von 2016. Nach mehr als einem Jahrzehnt ständig fallender Verkehrsopfer gab es vor zwei Jahren wieder einen Anstieg: 33 Tote mehr als im Jahr zuvor – allerdings bei den Erwachsenen und vor allem in der Altersgruppe +75. Und bevor man sich allzu gemächlich hinters Steuer setzt: Auch wenn die Zahl der Verkehrstoten gefallen ist, es sterben jedes Jahr immer noch 175 Personen auf den dänischen Straßen. Ein guter Grund, stets aufmerksam zu ein.

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