Rechtsprechung

Fall Beier im Mai vor Gericht

Fall Beier im Mai vor Gericht

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Pattburg/Padborg
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Ausländische Lastwagenfahrer der Firma Kurt Beier mussten unter unmenschlichen Bedingungen hausen. Foto: Privat (Archiv)

Das Transportunternehmen Kurt Beier mit Niederlassung in Pattburg muss sich wegen Ausbeutung und Verstoßes gegen das Ausländergesetz verantworten.

Die haarsträubende Unterbringung meist philippinischer Brummifahrer am Standort in Pattburg und die schlechte Bezahlung der Fahrer brachte die Transportfirma Kurt Beier 2018 international in Verruf.

Das Gewerkschaftsmagazin „Fagbladet 3F“ hatte die Missstände aufgedeckt, und es folgten Anzeigen, die von unerlaubter Unterbringung bis hin zum Vorwurf des Menschenhandels und Verstoß gegen Menschenrechte reichten.

Am 10. Mai wird in Sonderburg (Sønderborg) eine Gerichtsverhandlung gegen das Unternehmen eingeleitet.

Nach Angaben der Polizei für Südjütland und Nordschleswig muss sich die Firma in diesem Verfahren wegen Ausbeutung im besonders schweren Fall („åger af særlig grov beskaffenhed“) und Verstoßes gegen das Ausländergesetz verantworten.

Eine Verurteilung wegen besonders grober Ausbeutung kann laut Gesetzbuch bis zu sechs Jahre Gefängnis bedeuten.

Der Prozess mit Schöffen erstreckt sich über 15 Verhandlungstage. Mit dem Urteilsspruch wird im August gerechnet.

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