Coronavirus

Schneller, bequemer, sicherer: Neues Testcenter stellt sich vor

Schneller, bequemer, sicherer: Neues Testcenter stellt sich vor

Schneller und bequemer: Neues Testcenter stellt sich vor

Rothenkrug/Rødekro
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Centerleiterin Jonna Grau (vorne l.) erklärt die Testprozedur im neuen Testcenter. Am Empfangstresen werden die Patientendaten überprüft. Regionsvorsitzende Stephanie Lose (hinten m.) und Bürgermeister Thomas Andresen hören gespannt zu. Foto: Karin Riggelsen

Es können täglich bis zu 2.000 Bürger auf das neuartige Coronavirus getestet werden. Dafür wurde eine frühere Möbelhalle gemietet.

Auf mehrere hundert Quadratmeter verteilt sich die Fläche des neuen Corona-Testcenters, das am Donnerstag in Betrieb genommen wird. Bisher werden die Tests in vier Zelten durchgeführt, die am Krankenhaus aufgestellt sind. Dort können die Bürger mit dem Auto hineinfahren und der Coronatest wird durch das Autofenster durchgeführt.

Wie im Flughafen werden die Personen durch die großzügige Halle geleitet. Foto: Karin Riggelsen

Mehr Tests durchführen

„Wir können der Nachfrage nach Tests nicht mehr nachkommen. Gestern (am Montag; d. Red.) haben wir fast 600 Menschen in Apenrade getestet, womit wir weit über der eigentlich vorgesehenen Anzahl lagen“, berichtet Jonna Grau. Sie ist leitende Radiologin am Apenrader Krankenhaus und zusammen mit ihrem Kollegen Henrik Struckmann verantwortlich für die Coronatests in Apenrade, Sonderburg (Sønderborg), Fröslee (Frøslev) und Krusau (Kruså).

Die beiden sind froh, den Bürgern nun bessere Testmöglichkeiten bieten zu können. „2.000 Menschen können wir hier täglich auf das Virus hin überprüfen“, sagt Grau. Das neue Center im Rothenkruger Industriegebiet ist in einer früheren Möbelverkaufshalle untergebracht, die in den vergangenen Jahren leer stand und nun von der Kommune angemietet wurde.

Das Testcenter liegt im Rothenkruger Industriegebiet. Foto: Karin Riggelsen

Weitere Testmöglichkeiten

Jonna Grau macht jedoch darauf aufmerksam, dass die Testcenter in Fröslee und Krusau über viele freie Zeiten verfügen. „Wer nicht warten will und die Fahrt auf sich nehmen kann, kann dort meist innerhalb von wenigen Minuten getestet werden“, berichtet sie.

Bessere Testbedingungen

Bei der Vorstellung des neuen Testcenters am Skånevej war am Dienstag auch die Vorsitzende der dänischen Regionen Stephanie Lohse (Venstre) zu Gast. „Bisher haben wir in Esbjerg, Kolding und Vejle neue Testcenter geschaffen und so die Testkapazität deutlich erhöht. In Apenrade können die Bürger sich nun freuen, ein festes Dach über dem Kopf zu haben und in der kalten Jahreszeit den Test nicht im Freien machen zu müssen“, sagt sie.

Der Apenrader Bürgermeister Thomas Andresen (Venstre) ergänzt: „Wir haben eine außergewöhnliche Situation und haben es hier geschafft, eine bessere Infrastruktur zu schaffen, um viele Menschen zu testen. So können wir vermeiden, dass infizierte Personen andere Menschen anstecken.“

Mitarbeiter haben bessere Bedingungen

„Die Bürger können sich nun schneller und bequemer testen lassen“, fasst Jonna Grau zusammen und erklärt, dass sich auch für die Mitarbeiter einiges verbessert hat. „Wir testen nun nicht mehr im Freien, sondern in speziell dafür vorbereiteten Räumen. Unsere Mitarbeiter müssen nicht mehr im Mantel draußen Proben nehmen, wie bisher in den Zelten.“

Durch eine elektrische Glasschiebetür geht es in das Testcenter an den Empfangstresen. Foto: Karin Riggelsen

Wie im Flughafen

Vom Parkplatz aus kommen die Bürger durch eine elektrische Schiebetür in das Testcenter. Dort werden sie von einem Mitarbeiter empfangen, der die Personalien mit der Anmeldung, die zuvor über das Internetportal www.coronaprover.dk gemacht wird, abgleicht. Dann geht es, wie im Flughafen, durch einen Gang, der mit Bändern begrenzt ist, zu den Testkabinen. Ein grünes Licht gibt an, welche Kabine frei ist. Durch eine Schiebetür geht es in einen kleinen Raum, in dem ein Mitarbeiter die Testperson erwartet. Auch hier gibt es einen kurzen Abgleich der Personalien mit dem gespeicherten Daten. Dann wird der Abstrich aus dem Hals entnommen. Hinaus geht es durch eine weitere Tür, die auf einen Gang führt, der zum Ausgang leitet. „So halten wir den Kontakt der Menschen zueinander möglichst gering“, so Henrik Struckmann. Darüber hinaus gelten die allgemeinen Maßnahmen zum Schutz vor der Ausbreitung des Virus: Abstand, Mundschutz und Handdesinfektion.

Aus dem abgesperrten Bereich (l.) geht es in die Testkabinen (r.). Die roten und grünen Lampen geben an, wo frei ist. Foto: Karin Riggelsen
Die Kabine, in der die Covid-19-Tests durchgeführt werden. Ausgestattet sind diese mit einem Stuhl für die „Patienten“, einer Schreibtischgarnitur samt einem Computer für die Datenverwaltung. Foto: Karin Riggelsen

Tägliches Testen

Von 9 bis 17 Uhr werden derzeit Coronatests durchgeführt – und zwar täglich. „Auch an Weihnachten und Neujahr werden wir keine Pause machen“, sagt Jonna Grau. Dafür sind 40 Mitarbeiter verantwortlich, die nur zu diesem besonderen Zweck angestellt wurden. „Das sind zumeist junge Menschen, die eigentlich nach der Schule ein Jahr Pause machen wollten, um zu reisen. Sie verdienen sich hier den Dank der Bevölkerung.“

Auch in Sonderburg wird ein neues Testcenter in einem Fabrikgebäude errichtet, das die Zelte am Krankenhaus ablösen soll. „Da wir allerdings mit einem Unternehmen zusammenarbeiten, das die Umbauten macht, kann nur ein Center zurzeit vorbereitet werden“, erklärt Jonna Grau. Das Testcenter in der Stadt am Alsensund soll am 3. November eröffnen.

Nach dem Test verlassen die Personen die Kabine an der Rückseite und gelangen von dort zum Ausgang. Foto: Karin Riggelsen
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