Regenwasser

Modellprojekt mit Startschwierigkeiten

Modellprojekt mit Startschwierigkeiten

Modellprojekt mit Startschwierigkeiten

Klipleff/Kliplev
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Das Regenwasser, das in Klipleff auf die öffentlichen Flächen fällt, soll in solche Straßenbeete geleitet werden, wo es dann versickert. So zumindest die Theorie. Diese Straßenbeete sind außer zur Verschönerung des Ortes auch zur Verkehrsberuhigung gedacht. Foto: Arwos

Die kommunale Versorgungsgesellschaft Arwos sammelt erste Erfahrungswerte eines örtlichen Regenwassermanagementprojektes in Klipleff.

Anstelle eines herkömmlichen Trennsystems von Schmutz- und Regenwasser hat sich die Versorgungsgesellschaft Arwos in Zusammenarbeit mit den Klipleffern für ein Modellprojekt entschieden. Hier wird zwar auch das Schmutz- von dem Regenwasser getrennt, allerdings landet das Regenwasser vor Ort auf Versickerungsflächen.

Regenwassermanagement vor Ort

93 Prozent der Klipleffer Haushalte haben sich für diese Lösung des naturnahen Umgangs mit Regenwasser entschieden. Sie kommt ihnen zudem billiger. Die Klipleffer müssen auf ihrem Grundstück nur Versickerungsflächen, Faschinen oder andere Regenwasserauffangsysteme anlegen für den Niederschlag, der über die Dächer in ihren Regenrinnen landet.

Arwos dagegen legt für das Niederschlagswasser auf den Straßen und Bürgersteigen Straßenbeete an. Hier soll das Wasser hingeleitet werden. Diese Beete sollen nicht nur zur Verschönerung des Ortes, sondern auch zur Verkehrsberuhigung beitragen.

Erste Kritik an den Straßenbeeten

Nachdem nun nach dem Jahreswechsel die ersten Straßenbeete angelegt wurden, wurde aus Klipleff Kritik laut: Die Kanten sind zu hoch und zu scharf. Sie stellen eine Gefahr für Fußgänger und Radfahrer dar. Das Gefälle einiger Beete ist ungünstig gewählt. Nach den enormen Niederschlagsmengen der vergangenen Wochen sind die Beete bis zur Oberkante mit Wasser gefüllt, weil es nicht wirklich absickert. Die Anwohner befürchten einen Konstruktionsfehler.

Arwos-Verantwortliche stehen im engen Dialog mit dem Klipleffer Lokalrat, um Abhilfe zu schaffen.

Erfahrungen sammeln

Die Kommunalpolitiker von Apenrade beobachten das sogenannte LAR-Projekt in Klipleff mit Interesse. LAR ist die Abkürzung für „Lokal afledning af regnvand“. „Das Klipleffer Projekt ist ein Pilotprojekt. Ziel und Zweck dieses Projektes ist es natürlich, Erfahrungen für künftige Projekte zu sammeln“, unterstreicht der stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Technik und Umwelt in der Kommune Apenrade, Kurt Andresen von der Schleswigschen Partei (SP).

Die ersten Rückmeldungen der Klipleffer Bürger wurden auf der jüngsten Ausschusssitzung angesprochen wurden. „Es wäre natürlich schöner gewesen, wenn diese Rückmeldungen ausschließlich positiver Natur gewesen wären“, fügt der Ausschussvorsitzende Arne Leyh Petersen von der Dänischen Volkspartei (DF) hinzu. Beide Politiker zeigten sich jedoch zuversichtlich, dass die Versorgungsgesellschaft sich kümmern werde.

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