Klimasicherung

Pumpenstation an der Mühlenau: Gut Ding hat Eile

Pumpenstation an der Mühlenau: Gut Ding hat Eile

Pumpenstation an der Mühlenau: Gut Ding hat Eile

Apenrade/Aabenraa
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Die Stadt Apenrade ist erklärtes Hochwasserrisikogebiet. Foto: Karin Riggelsen

Das Projekt soll schnellstmöglich umgesetzt werden. Aus diesem Grund schaltet die Kommune Apenrade in Zusammenarbeit mit den Versorgungsbetrieben den Turbo ein.

Der Bau einer Pumpenstation an der Mündung der Mühlenau in Apenrade ist im Klimasicherheitsplan der Kommune von so hoher Bedeutung, dass das Projekt keinen unnötigen Aufschub duldet und deshalb – nach einhelliger Meinung von Apenrades Kommunalpolitikern – schon im kommenden Jahr in Angriff genommen werden soll.

Aus diesem Grund sollen noch in diesem Jahr Bodenuntersuchungen durchgeführt werden. Der Ausschuss für Technik und Umwelt in der Kommune Apenrade hat auf seiner Sitzung am Mittwoch die dafür erst im kommenden Jahr vorgesehenen Mittel vorgezogen.

„Die Pumpenstation ist notwendig, damit wir auch bei Hochwasser das Regenwasser, das in der Mühlenau landet, ableiten können“, erläutert der stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses, Kurt Andresen (Schleswigsche Partei), die Dringlichkeit dieses Projekts.

Apenrade ist Hochwasserrisikogebiet

Überschwemmungen im Hinterland – vor allem im Bereich von Tierschauplatz, Sportanlagen und Campus – würde eine solche Pumpenstation verhindern können. Die Stadt Apenrade ist absolutes Hochwasserrisikogebiet.

Die Kommune Apenrade und die Versorgungsgesellschaft Arwos teilen sich die Kosten. Den Löwenanteil – nämlich drei Viertel der Kosten – übernimmt Arwos (24,74 Millionen Kronen), während die Kommune das letzte Viertel (8,26 Millionen Kronen) zahlt.

Um kostbare Zeit einzusparen, haben die Kommunalpolitiker entschieden, schon jetzt die gesamte Summe freizugeben. Normalerweise geschieht dies erst, wenn ein konkreter Projektvorschlag vorliegt. Wegen der Dringlichkeit wählen die Kommunalpolitiker diesmal eine „Abkürzung“.

Andresen übernahm die Sitzungsleitung

Apenrade/Aabenraa Weil sich der Vorsitzende des Technik- und Umweltausschusses der Kommune Apenrade, Arne Leyh Petersen (Dänische Volkspartei, DF), wegen seiner verschiedentlichen Kontakte mit dem positiv auf Corona getesteten Parteikollegen Ejler Schütt in Isolation hat begeben müssen, konnte er nur virtuell an der Ausschusssitzung am Mittwoch teilnehmen.

„Da eine Sitzung nur schwierig vom Computerschirm aus geleitet werden kann, habe ich diesmal die Sitzungsleitung übernommen“, teilt der stellvertretende Ausschussvorsitzende, Kurt Andresen von der Schleswigschen Partei (SP), auf Anfrage mit und schickt eine Präzisierung hinterher, um Missverständnissen vorzubeugen: „Ich habe nur die Sitzung geleitet. Arne Leyh hat auch in Isolation weiterhin den Vorsitz.“

Kurt Andresen musste übrigens nicht wie andere Stadtratskollegen auf das Corona-Virus getestet und auch nicht in Isolation geschickt werden, weil er innerhalb der vergangenen Woche keinen wirklichen Kontakt zu Ejler Schütt gehabt hat, auch während der Stadtratssitzung in der vergangenen Woche nicht. Gleiches gilt für seinen Parteikollegen Erwin Andresen. aha

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