Hochschulschließung

„Sehr, sehr traurig“

„Sehr, sehr traurig“

„Sehr, sehr traurig“

Apenrade/Aabenraa
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Knud Erik Therkelsen Foto: Thomas Tolstrup/Grænseforening

Die Schließung der „Højskolen Østersøen“ kam für den früheren Vorsitzenden Knud Erik Therkelsen überraschend. Er meint, dass es zumindest einen Grund dafür gebe.

Die in Apenrade beheimatete „Højskole Østersøen“ schließt. Dies wurde am Wochenende bekannt.

„Das ist sehr, sehr traurig“, findet Knud Erik Therkelsen, der knapp zehn Jahr als Leiter der Schule beschäftigt war und sich dabei sehr für die Umsetzung des Zwecks eingesetzt hat.

Die „Heimvolksschule“ wurde gegründet, um Dänen die deutsche Sprache näherzubringen. „Es ist sehr ärgerlich, dass uns nun diese Möglichkeit verloren geht, denn es gab nie zuvor einen solch hohen Bedarf, um die deutsch-dänischen Beziehungen zu verbessern und zu stärken“, erklärt Therkelsen sein Bedauern.

Bedeutungsvolle Einrichtung

Und er weiß wovon er spricht, denn als derzeitiger Generalsekretär des deutsch-dänischen Grenzvereins (Grænseforeningen) kennt er die Bedeutung einer solchen Einrichtung. Die nationalistischen Tendenzen werden dadurch durchbrochen; die Schüler öffnen sich einer anderen Kultur – und das durch das wichtigste Medium, die Sprache.

„Mit der Hochschule wurde ein sehr ernstzunehmender Versuch gemacht, die Sprachkenntnisse auf beiden Seiten der Grenze zu verbessern. Und die Erfolge dabei sind nicht zu übersehen“, sagt er und bezieht sich dabei unter anderem auf Ärzte und Rettungsassistenten, die für ihren Einsatz im dänischen Gesundheitswesen „sprachfit“ gemacht wurden.

Er fände es deshalb schade, dass der neue Vorstand sich im vergangenen Jahr dazu entschieden hat, das Profil der Schule zu ändern. Es standen nicht mehr die beiden Sprachen im Fokus, sondern er wurde auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz gelegt. „Die Entwicklung weg von Deutsch und Dänisch ist sehr ärgerlich, denn eine Hochschule, die das im Fokus hat, hat die Zukunft im Blick.“

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