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Umschlag mit weißem Pulver: Großeinsatz im Apenrader Postamt

Chemikalienaustritt im Apenrader Posthaus

Chemikalienaustritt im Apenrader Posthaus

Apenrade/Aabenraa
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Viele Einsatzkräfte und -fahrzeuge waren vor Ort. Foto: Paul Sehstedt

Ab Donnerstagmorgen um 9.24 Uhr waren Bereitschaft, Feuerwehr und Krankenversorgung vor Ort. Ein Umschlag mit weißem Pulver war für den Einsatz verantwortlich. Mitarbeiter im Postamt hatten sich unwohl gefühlt, nachdem das Pulver ausgetreten war.

Chemikalien waren am Donnerstagvormittag im Apenrader Postamt an der Jernbanegade ausgetreten.

Vor Ort war ein großes Aufgebot an Hilfskräften, bestehend aus Fahrzeugen und Mannschaft der Polizei, der Bereitschaft und der Feuerwehr sowie Krankenwagen für mögliche Verletzte.

Mit schwerem Atemschutz für Chemieunfälle rüsten sich die Kräfte aus. Foto: Paul Sehstedt

Bis zur Mittagszeit stand nicht fest, welche Chemikalie ausgetreten war. Ein brauner Umschlag, aus dem weißes Pulver rieselte, war für den Großeinsatz verantwortlich. Einige Mitarbeiter im Postamt hatten über Unwohlsein geklagt, nachdem sie etwas von dem Pulver eingeatmet hatten.

Deshalb wurde der Alarm ausgelöst. Die Mitarbeiter wurden evakuiert, von einem Arzt untersucht und später zur Kontrolle ins Krankenhaus gefahren. Schwer verletzt wurde jedoch keiner, wie es später von der Polizei hieß.

Auch eine Drohne kam zum Einsatz. Foto: Paul Sehstedt

Wie die Polizei im Laufe des Vormittags über Twitter mitteilte, sei nicht von einer kriminellen Handlung auszugehen.

Die Hilfskräfte waren seit 9.24 Uhr vor Ort. Der Bereich um das Postamt war weiträumig abgesperrt. Es bestand jedoch zu keinem Zeitpunkt Gefahr für Menschen außerhalb des Gebäudes, wie die Polizei auf Twitter mitteilte.

Gegen Mittag gab es Entwarnung. In dem Umschlag befand sich ein Mittel, das als Zusatz für Tierfutter benutzt wird und schwach alkalisch ist.

Insgesamt sechs Personen wurden zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht. Das Gebäude wurde intensiv gereinigt, und die Einsatzkräfte konnten im Anschluss daran das Postamt verlassen.

Weiträumig wurde abgesperrt. Foto: Paul Sehstedt
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