Einsatz in der Natur

Zuschüsse für ehrenamtliche Plastik-Einsammler

Zuschüsse für ehrenamtliche Plastik-Einsammler

Zuschüsse für ehrenamtliche Plastik-Einsammler

Kopenhagen
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An den dänischen Stränden werden ständig Kunststoffabfälle angeschwemmt. Das Material wird oft über die Flüsse ins Meer transportiert. Foto: Danmarks Naturfredningsforening

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Die staatliche dänische Umweltbehörde Miljøstyrelsen stellt Einzelpersonen und Organisationen bis zu 500.000 Kronen für Entfernung von Kunststoffmüll aus vor allem an den Stränden zur Verfügung. Es gibt Geld für Abfalltüten, Verpflegung und Veranstaltungen.

Die Verunreinigung der Umwelt durch Kunststoffe, vor allem auch Mikroplastik, steht seit einigen Jahren im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Insbesondere die Gefahr, dass Mikroplastik durch Nahrung in Lebewesen einschließlich der Menschen gelangt, ist Anlass für Müllsammelaktionen in Stadt und Land sowie Verbot von Einwegverpackungen aus Kunststoffen, die oft nicht angemessen entsorgt werden.

Millionenbetrag steht bis Jahresende zur Verfügung

Die staatliche dänische Umweltbehörde, „Miljøstyrelsen“, hat zur Unterstützung von freiwilligen Initiativen zur Beseitigung von Kunststoffen vor allem entlang der dänischen Strände einen Etat aufgelegt, aus dem Einzelpersonen, Vereine oder auch große Organisationen Mittel zur Finanzierung von Abfalltüten, Sammelgerät oder auch Großveranstaltungen abrufen können. Es stehen in diesem Jahr noch 1,8 Millionen Kronen vom Gesamtbetrag in Höhe von 3,6 Millionen Kronen für 2021 zur Verfügung. Es können bis zu 500.000 Kronen für eine einzelne Initiative ausgezahlt werden.

Bei Aufräumaktionen an den Stränden gibt es viel Plastik als Ausbeute. Das Material zersetzt sich teilweise erst nach Jahrzehnten und bedroht Lebewesen in Form von Mikroplastik. Foto: Mst

In Dänemark organisiert die Umweltschutzorganisation „Danmarks Naturfredningsforening“ neben vielen kleinen Akteuren wie Schulklassen oder Dorfgemeinschaften seit Jahren Strandreinigungsaktionen. Am 15. September ist der Startschuss für neue Anträge auf Fördermittel gefallen, die über die Homepage der Behörde mst.dk unter dem Stichwort „strandoprydningspuljen“ eingereicht werden.

Die Aufräumaktionen müssen noch in diesem Jahr durchgeführt werden. Das könnte angesichts der bevorstehenden Sturmsaison in vielen Fällen für Frust sorgen, denn mit jedem Hochwasser wird leider oft Nachschub an Plastikmüll in die Spülsäume geworfen. Es gilt jedoch das Motto, dass jeder eingesammelte Kunststoffmüll nicht mehr als Mikroplastik für Langzeitschaden in der Natur sorgen kann.

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