Minister lässt Regeländerung fallen

Stadtfeste brauchen keinen externen Berater

Stadtfeste brauchen keinen externen Berater

Stadtfeste brauchen keinen externen Berater

dr.dk/kj
Nordschleswig
Zuletzt aktualisiert um:
Knivsbergfest 2019 Foto: Karin Riggelsen

Die neue Regelung hätte Betreiber von Märkten und Stadtfesten Hunderttausende Kronen gekostet. Lasse Tästensen, Abteilungsleiter des Deutschen Jugendverbandes für Nordschleswig ist froh, dass sie vom Tisch ist.

Nach einer Woche voller Unsicherheit gibt es nun gute Nachrichten für die Betreiber vieler Stadtfeste, Märkte und Festivals, die nicht wussten, wie sie mit einer neuen Regelung umgehen sollten.

Der dänische Verband der Veranstalter von Märkten, Dorf- und Stadtfesten hatte zuvor Alarm geschlagen. Er warnte vor der Einführung der neuen Vorschriften im kommenden Jahr, die den Veranstaltern viele komplizierte Auflagen beschert hätte. Das berichtete Danmarks Radio.

Ab 2020 sollte verlangt werden, dass bei Veranstaltungen mit mehr als 150 Teilnehmern jeweils ein externer Berater eingestellt wird, der eine Zeichnung zum Aufbau von Buden und Ständen anfertigen müsste. Der Verband sah vor allem Probleme für Veranstaltungen ohne große Überschüsse, die überwiegend durch freiwillige Helfer ermöglicht werden. Die neue Regelung hätte Veranstalter Hunderttausende Kronen kosten können.

Auf diese Kritik regierte nun der Minister für Wohnungswesen, Kaare Dybvad (Soz). Nach Angaben von Danmarks Radio habe er beschlossen, Festivals und Veranstaltungen von der neuen Anordnung der dänischen Agentur für Verkehr und Wohnungswesen auszunehmen. „Wir haben auf die Anfragen aus dem ganzen Land geantwortet, und die Leute sagten, dass diese Gesetzgebung verrückt ist. Deshalb haben wir beschlossen, sie zu ändern”, sagt Kaare Dybvad.

Wir haben einen guten Kontakt zu den Behörden und sind froh, dass der direkte Kontakt bestehen bleiben kann und nicht durch einen externen Berater verkompliziert wird.

Lasse Tästensen

Aufatmen auch in Nordschleswig

„Wir freuen uns über die Änderung und gehen davon aus, dass wir in die Ausnahmeregelung fallen”, berichtet Lasse Tästensen, Abteilungsleiter des Deutschen Jugendverbandes für Nordschleswig. „Das nimmt uns viel Arbeit und Mehrkosten ab”, fügt er hinzu. Seinen Schätzungen zufolge, hätten die Kosten für einen externen Berater bei mindestens 25.000 Kronen gelegen. „Wir haben einen guten Kontakt zu den Behörden und sind froh, dass der direkte Kontakt bestehen bleiben kann und nicht durch einen externen Berater verkompliziert wird”, so Tästensen.

Viele Dorffeste in Nordschleswig werden von ehrenamtlichen Helfern unterstützt – da wäre es kaum möglich gewesen, Geld für einen externen Berater aufzubringen, meint der Abteilungsleiter. Er merkt außerdem an, dass die Obergrenze von 150 Teilnehmern schnell zusammenkommt. „Nicht nur beim Knivsbergfest haben wir viele Teilnehmer, sondern auch bei vielen weiteren Veranstaltungen 2020 wird dies der Fall sein.” Aus diesem Grund sei es gut, dass die Regelung nicht in Kraft trete und der direkte Kontakt zu Institutionen wie Feuerwehr und Rettungsdiensten bestehen bleibe.

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